Deutsche Tageszeitung - Doch gewachsen: Britische Wirtschaft überrascht im vierten Quartal

Doch gewachsen: Britische Wirtschaft überrascht im vierten Quartal


Doch gewachsen: Britische Wirtschaft überrascht im vierten Quartal
Doch gewachsen: Britische Wirtschaft überrascht im vierten Quartal / Foto: © AFP/Archiv

Die britische Wirtschaft hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres überraschend ein leichtes Wachstum verzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens legte zwischen Oktober und Dezember um 0,1 Prozent zu, wie das Nationale Statistikamt (ONS) am Donnerstag in London mitteilte. Für die Regierung von Premier Keir Starmer ist das eine gute Nachricht. Neue Unsicherheiten bringen indes drohende Zölle aus den USA.

Textgröße ändern:

Starmer hatte eine Rückkehr zu wirtschaftlichem Wachstum versprochen. Die ersten Monate seiner Amtszeit hatte er jedoch weiterhin mit durchwachsenen Zahlen und hohen Inflationsraten zu kämpfen. Vergangene Woche halbierte die englische Zentralbank ihre Wachstumsprognose für das angelaufene Jahr auf 0,75 Prozent und begründete den Schritt mit globalen Unsicherheiten.

Expertinnen und Experten hatten auch für das vierte Quartal eine schrumpfende Wirtschaft vorausgesagt. Positive Impulse aus dem Dienstleistungssektor und dem Bauwesen führten jedoch zu einem leichten Anstieg besonders zum Ende hin: Im Dezember wuchs die Wirtschaft um 0,4 Prozent. Die Industrie schwächelte allerdings weiterhin.

Neuer Gegenwind kommt zudem aus den USA. Großbritannien ist ebenfalls von den von Präsident Donald Trump angekündigten Zöllen auf Stahl- und Aluminium betroffen, die ab dem 12. März gelten sollen. Großbritannien befindet sich nach Angaben vom Dienstag in Gesprächen mit den USA. Ziel sei es, die enge Partnerschaft mit dem wichtigsten Verbündeten zu wahren, sagte Starmer Mittwoch im Parlament.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Seoul: Nordkorea feuert ballistische Raketen ab

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben mehrere ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Die Raketen seien am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) in der Region der nordkoreanischen Stadt Wonsan gestartet und rund 250 Kilometer weit geflogen, erklärte der südkoreanische Generalstab. Südkorea und die USA hätten sich über die Raketenstarts ausgetauscht und auch Japan informiert.

Italienische Feministin und frühere EU-Kommissarin Emma Bonino ist tot

Sie galt als radikale Feministin und war eine der beliebtesten Politikerinnen ihres Landes - nun ist die Italienerin Emma Bonino im Alter von 78 Jahren gestorben. Das gab die von ihr gegründete Kleinpartei Mehr Europa am Freitag auf Facebook bekannt. Bonino kämpfte für das Recht auf Scheidung und Abtreibung und setzte sich zeitlebens für humanitäre Belange ein. Sie war Außenministerin und EU-Kommissarin. Italiens Regierungschefin Georgia Meloni und EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola würdigten die Verdienste Boninos.

Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer

Die deutschen Reeder haben sich besorgt über die Sicherheitslage für die Schifffahrt im Roten Meer gezeigt. "Mit der Einnahme der Insel Mayyun durch die mit dem Iran verbündeten Huthi wächst die Bedrohung am strategisch wichtigen Bab al-Mandab erheblich", erklärte der Verband Deutscher Reeder (VDR) am Freitag. "Für Schiffe, die die Meerenge weiterhin passieren, steigt das Risiko; für Reedereien, die das Gebiet derzeit umfahren, rückt eine Rückkehr auf die direkte Route durch das Rote Meer in noch weitere Ferne."

Paris rechnet erneut mit einem Defizit von mehr als fünf Prozent

Frankreich rechnet im laufenden Jahr erneut mit einem Defizit von mehr als fünf Prozent. Das ursprüngliche Ziel von fünf Prozent einzuhalten, sei "nicht mehr möglich", sagte Wirtschaftsminister Roland Lescure am Freitag in Paris. Im Vorjahr hatte das Defizit bei 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen. Zudem senkte Frankreich zum dritten Mal seit Jahresbeginn seine Wachstumsprognose weiter ab, von zuletzt 0,7 Prozent auf nun 0,5 Prozent. Für das kommende Jahr werde ein Wachstum in Höhe von einem Prozent erwartet, erklärte Lescure.

Textgröße ändern: