Deutsche Tageszeitung - OpenAI-Vorstand lehnt Übernahmeangebot von Musk einstimmig ab

OpenAI-Vorstand lehnt Übernahmeangebot von Musk einstimmig ab


OpenAI-Vorstand lehnt Übernahmeangebot von Musk einstimmig ab
OpenAI-Vorstand lehnt Übernahmeangebot von Musk einstimmig ab / Foto: © AFP/Archiv

Der Vorstand des KI-Unternehmens OpenAI hat ein Übernahmeangebot des US-Milliardärs und Trump-Beraters Elon Musk einstimmig abgelehnt. OpenAI stehe "nicht zum Verkauf", bekräftigte der Vorstandsvorsitzende von OpenAI, Bret Taylor, am Freitag die Absage an Musk in dessen Onlinedienst X. Der Vorstand habe Musks "jüngsten Versuch, seine Konkurrenz auszuschalten, einstimmig abgelehnt". Ähnlich hatte sich zuvor bereits Chris Lehane, der Leiter für internationale Angelegenheiten bei OpenAI, geäußert.

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Mit Blick auf die von Musk geforderte Rückkehr von OpenAI zur Gemeinnützigkeit hieß es in der Erklärung weiter, dass jede "potenzielle Umstrukturierung" von OpenAI die Gemeinnützigkeit des Unternehmens und deren Auftrag stärken werde. Damit solle sichergestellt werden, "dass KI der gesamten Menschheit zugute kommt".

Musk hatte am Mittwoch gefordert, OpenAI wieder in eine gänzlich gemeinnützige Organisation umzuwandeln. Sollte das KI-Unternehmen zu diesem Modell zurückkehren, werde er sein Übernahmeangebot zurückziehen, erklärte der Tech-Milliardär. Derzeit fährt der Entwickler des Chatbots ChatGPT zweigleisig: Die Dachorganisation von OpenAI ist gemeinnützig, sie hat aber eine profitorientierte Tochterfirma.

Unternehmenschef Sam Altman versucht seit einiger Zeit, OpenAI aus der Gemeinnützigkeit zu führen. Der Streit darum hatte das Startup Ende 2023 erschüttert. Damals stimmte der Verwaltungsrat für Altmans Entlassung. Auf Druck von Beschäftigten und Investoren wurde dies jedoch rückgängig gemacht.

Musk wirft Altman vor, bereits jetzt von den Gründungsprinzipien des Startups - einer risikobewussten Entwicklung von KI - abgewichen zu sein. Anfang der Woche gab er ein Angebot von 97,4 Milliarden Dollar (94,5 Milliarden Euro) ab, um OpenAI zu übernehmen. Altman lehnte das Angebot ab. Sein leitender Mitarbeiter Lehane nannte jeglichen Vorschlag in diese Richtung am Dienstag "wirklich unseriös".

Mit der Ausrichtung auf Gewinn habe der Verwaltungsrat OpenAI mit einem "Zu verkaufen-Schild" versehen, erklärte Musk dann am Mittwoch. Dementsprechend müsse die weiterhin gemeinnützige Dachorganisation die Tochterfirma verkaufen. Sollten die Verantwortlichen die Wandlung von OpenAI hin zu einem gewinnorientierten Unternehmen stoppen, würde er sein Angebot zurückziehen.

Der Tesla-Chef ist in eine anhaltende Fehde mit Altman verwickelt und hat mehrere Klagen gegen OpenAI eingereicht. Musk gehörte selbst zu den Gründern von OpenAI im Jahr 2015, schied jedoch 2018 aus. Seitdem hat sich das Startup mit ChatGPT zum weltweiten Anführer in Sachen Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt.

(P.Tomczyk--DTZ)

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