Deutsche Tageszeitung - Südkorea sperrt chinesische KI-App Deepseek

Südkorea sperrt chinesische KI-App Deepseek


Südkorea sperrt chinesische KI-App Deepseek
Südkorea sperrt chinesische KI-App Deepseek / Foto: © AFP

Südkorea hat die chinesische KI-App Deepseek gesperrt. Wie die südkoreanischen Datenschutzkommission am Montag mitteilte, können südkoreanische Nutzer den Dienst bis auf Weiteres nicht herunterladen. Der Grund seien Datenschutzbedenken, die derzeit geprüft würden, hieß es weiter. Deepseek habe "anerkannt", dass in Bezug auf die südkoreanischen Datenschutzvorschriften Verbesserungen nötig sein, teilte die Behörde weiter mit.

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Die Angleichung "wird zwangsläufig eine erhebliche Zeit in Anspruch nehmen", wie das chinesische Unternehmen eingeräumt habe. Bis zur Behebung der Mängel werde der Dienst gesperrt, erklärten die südkoreanischen Datenschützer weiter.

Nutzerinnen und Nutzer, die Deepseek bereits vor der am Samstag erfolgten Sperrung heruntergeladen hatten, konnten den KI-Dienst weiter benutzen. Die südkoreanischen Behörden wies diese User jedoch an, die Künstliche Intelligenz nur "mit Vorsicht" zu nutzen. Deepseek-Nutzer sollten möglichst keine persönlichen Daten in die Suchmaske eingeben, so die Empfehlung.

Deepseek hatte seinen Chatbot Ende Januar veröffentlicht und damit ein Beben in der US-Tech-Branche ausgelöst. Der auf dem Modell basierende Chatbot kann es mit den führenden US-Programmen wie ChatGPT von OpenAI aufnehmen. Zugleich hat die Entwicklung des Programms nach Angaben von Deepseek nur einen Bruchteil dessen gekostet, was etwa OpenAI in ChatGPT investierte.

In zahlreichen Ländern meldeten die Behörden jedoch Sicherheitsbedenken an. In Australien wurde die Nutzung des chinesischen Dienstes mit Geräten verboten, die von Regierungsmitarbeitern verwendet werden. Auch südkoreanische Ministerien und Sicherheitsbehörden hatten den Zugang bereits blockiert. In den USA brachten Abgeordnete einen entsprechenden Antrag ein. Auch deutsche Datenschutzbehörden wollen laut einem Bericht Mängel prüfen.

Deepseek speichert Nutzerdaten laut eigenen Angaben in "sicheren Servern in der Volksrepublik China".

(S.A.Dudajev--DTZ)

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