Deutsche Tageszeitung - Musks KI-Firma veröffentlicht "beängstigend schlauen" Chatbot Grok 3

Musks KI-Firma veröffentlicht "beängstigend schlauen" Chatbot Grok 3


Musks KI-Firma veröffentlicht "beängstigend schlauen" Chatbot Grok 3
Musks KI-Firma veröffentlicht "beängstigend schlauen" Chatbot Grok 3 / Foto: © AFP

Im hart umkämpften Sektor der Künstlichen Intelligenz (KI) hat das Unternehmen xAI des US-Techmilliardärs Elon Musk eine neue Version seines Chatbots Grok vorgestellt. "Grok bedeutet, das Universum zu verstehen", sagte Musk. Er sprach von "einer maximal wahrheitssuchenden KI", auch wenn "diese Wahrheit manchmal im Widerspruch zu dem steht, was politisch korrekt ist".

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Musk hatte Grok 3 zuvor als "beängstigend schlau" beworben. Demnach hat die jüngste Chatbot-Version die zehnfache Rechnerkapazität ihres im August 2024 veröffentlichten Vorgängers.

Die jüngste Grok-Variante wird zunächst Nutzern des Bezahlabonnements Premium+ in Musks Onlinedienst X zur Verfügung stehen, bevor der Chatbot auch von anderen genutzt werden kann. Das Aushängeschild von xAI wurde mit künstlich erzeugten Daten trainiert und verfügt über Selbstkorrekturmechanismen. Diese Mechanismen sollen die sogenannten "Halluzinationen" vermeiden - sie führen dazu, dass Chatbots falsche oder irreführende Daten als Fakten darstellen.

Grok 3 verfüge über "ein sehr leistungsfähiges logisches Denkvermögen", hatte Musk in der vergangenen Woche während einer Videoschalte auf dem World Governments Summit in Dubai gesagt. Bei Tests habe Grok 3 besser abgeschnitten als alle anderen ihnen bekannten Chatbots, das sei "ein gutes Zeichen".

Das Feld der KI-Chatbots ist hart umkämpft: Das chinesische Startup Deepseek hatte seinen Chatbot Ende Januar veröffentlicht und damit ein Beben in der US-Tech-Branche ausgelöst. Der auf dem Modell basierende Chatbot kann es mit den führenden US-Programmen wie ChatGPT von KI-Pionier OpenAI aufnehmen. Zugleich hat die Entwicklung des Programms nach Angaben von Deepseek nur einen Bruchteil dessen gekostet, was etwa OpenAI in ChatGPT investierte.

Musk ist auch der Chef von des Raumfahrtunternehmens SpaceX und des E-Autoherstellers Tesla - und zudem Berater von US-Präsident Donald Trump. Trump hat Musk, der ihn massiv im Wahlkampf unterstützt hatte, federführend mit einem drastischen Personal- und Kostenabbau in den Bundesbehörden beauftragt. Kritiker warnen, dass Musks Nähe zum Staatschef einen Interessenskonflikt darstellt, da er Trump zu KI-Gesetzen und -Regulierungen berät - nur einer von mehreren Bereichen, an denen Musk ein erhebliches kommerzielles Interesse hat.

Der Tech-Milliardär hatte xAI im Juli 2023 gegründet. Kurz zuvor hatte Musk einen offenen Brief unterzeichnet, der zu einer Pause in der Entwicklung von leistungsstarken KI-Modellen aufrief.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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