Deutsche Tageszeitung - Autozulieferer Continental streicht weitere 3000 Stellen weltweit bis Ende 2026

Autozulieferer Continental streicht weitere 3000 Stellen weltweit bis Ende 2026


Autozulieferer Continental streicht weitere 3000 Stellen weltweit bis Ende 2026
Autozulieferer Continental streicht weitere 3000 Stellen weltweit bis Ende 2026 / Foto: © AFP

Der Automobilzulieferer Continental will angesichts der Krise in der Autoindustrie weitere Stellen streichen. In der schwächelnden Autozuliefersparte würden bis Ende 2026 rund 3000 Stellen weltweit im Bereich Forschung und Entwicklung wegfallen, teilte Continental am Dienstag mit. Weniger als die Hälfte dieser Streichungen entfalle auf deutsche Standorte; der Standort Nürnberg allerdings soll schließen.

Textgröße ändern:

Ein großer Teil der betroffenen Jobs solle über "natürliche Fluktuation" abgebaut werden, etwa durch Renteneintritte und Wechsel innerhalb des Unternehmens, erklärte das Unternehmen.

Mit dem Stellenabbau reagiere Continental auf das "gegenwärtig herausfordernde Marktumfeld" im Zuge der Transformation in der Branche hin zu Zukunftstechnologien. Das Unternehmen hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, in seiner Autozuliefersparte weltweit mehr als 7000 Arbeitsplätze zu streichen. In dem Unternehmensbereich arbeiten demnach rund 92.000 Menschen, davon rund 31.000 in der Forschung und Entwicklung.

Continental stelle seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nun "noch wettbewerbsfähiger" auf, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Dafür sollten das globale Netzwerk optimiert und Prozesse verschlankt werden.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Familienministerium will maximalen Elterngeldbezug doch bei 14 Monaten belassen

Das Familienministerium will die maximale Bezugsdauer des Elterngelds doch nicht auf zwölf Monate verkürzen. Es bleibe dabei, dass Eltern gemeinsam bis zu 14 Monate Basiselterngeld beziehen könnten, hieß es am Mittwoch aus dem Ressort von Familienministerin Karin Prien (CDU). Demnach gab das Ministerium einen neuen Referentenentwurf in die Ressortabstimmung. Neu aufgeteilt wird aber der Bezug für die einzelnen Partner.

Hausdrama nach fehlerhafter Zwangsversteigerung: Fall aus Rangsdorf beigelegt

Das Drama um den Fall einer Familie aus dem brandenburgischen Rangsdorf, die wegen eines Behördenfehlers bei der Zwangsversteigerung ihr Haus verlieren sollte, ist beendet. Bei einem Güterichtertermin sei ein Vergleich geschlossen worden, teilte das brandenburgische Justizministerium am Mittwoch mit. Demnach wird der ursprüngliche Eigentümer des Grundstücks wieder ins Grundbuch eingetragen, die Familie erhalte eine angemessene Entschädigung. Damit seien sämtliche gegenseitige Ansprüche abschließend geklärt, auch alle Ansprüche gegen das Land Brandenburg.

Mercedes will weitere Stellen in Deutschland abbauen

Der Autobauer Mercedes will weiter sparen und dafür zusätzliche Jobs in Deutschland abbauen. "Um unsere festen Kosten weiter zu verringern, haben wir entschieden, das Abfindungsprogramm in Deutschland im Dezember wieder in Gang zu setzen", sagte Mercedes-Chef Ola Källenius am Mittwoch bei einer Telefonkonferenz zur Veröffentlichung der Quartalszahlen. Die Gewinnmarge der Autosparte von Mercedes halbierte sich den Angaben des Autobauers zufolge im dritten Quartal nahezu.

DGB-Rentenkommission schlägt verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vor

Mehr Beitragszahler und eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat am Mittwoch seine eigenen Vorschläge für eine Rentenreform präsentiert. Eine vom DGB einberufene Rentenkommission schlägt unter anderem vor, die Zahl der Einzahlenden zu erhöhen, damit die Rentenversicherung finanziell getragen werden kann. Dabei sollen vor allem Selbstständige einbezogen werden. Eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge soll die Versorgungslücke im Alter schließen helfen.

Textgröße ändern: