Deutsche Tageszeitung - Mehr Flugzeugauslieferungen: Airbus meldet für 2024 gestiegenen Gewinn

Mehr Flugzeugauslieferungen: Airbus meldet für 2024 gestiegenen Gewinn


Mehr Flugzeugauslieferungen: Airbus meldet für 2024 gestiegenen Gewinn
Mehr Flugzeugauslieferungen: Airbus meldet für 2024 gestiegenen Gewinn / Foto: © AFP/Archiv

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat für das vergangene Jahr angesichts vermehrter Flugzeugauslieferungen gestiegenen Gewinn vermeldet. Der Nettogewinn wuchs 2024 um zwölf Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Toulouse am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg demnach um sechs Prozent auf 69,2 Milliarden Euro. Konzernchef Guillaume Faury sprach von einem "schwierigen Jahr", in dem das Unternehmen dennoch seine "Prognosen eingehalten" habe.

Textgröße ändern:

Die Konzernergebnisse verdeutlichen die wachsende Dominanz von Airbus gegenüber seinem US-Konkurrenten Boeing. Der Konzern aus Seattle hatte für 2024 angesichts von Sicherheitsproblemen bei Flugzeugen und Streiks einen massiven Verlust von umgerechnet rund 11,3 Milliarden Euro eingefahren.

Die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen bei Airbus stiegen dem Konzern zufolge um 4,2 Prozent auf 766. Da Fluggesellschaften in der Regel beim Erhalt der bestellten Maschinen zahlen, sind die Auslieferungen ein wichtiger Indikator. Boeing konnte im Jahr 2024 nur 348 Flugzeuge liefern.

Die Bestellungen bei Airbus gingen allerdings von 2094 im Vorjahr auf 826 in 2024 zurück. Das Unternehmen verwies darauf, dass die Zahl der Aufträge noch immer über den Auslieferungen liege - der "starke Auftragseingang" in allen Bereichen bestätige die "solide Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen", sagte Faury.

Der Flugzeugbauer hatte zuletzt seine kriselnde Verteidigungs- und Raumfahrtsparte umgebaut. Im Oktober kündigte der Konzern an, bis zu 2500 Stellen in dem Bereich streichen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Seoul: Nordkorea feuert ballistische Raketen ab

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben mehrere ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Die Raketen seien am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) in der Region der nordkoreanischen Stadt Wonsan gestartet und rund 250 Kilometer weit geflogen, erklärte der südkoreanische Generalstab. Südkorea und die USA hätten sich über die Raketenstarts ausgetauscht und auch Japan informiert.

Italienische Feministin und frühere EU-Kommissarin Emma Bonino ist tot

Sie galt als radikale Feministin und war eine der beliebtesten Politikerinnen ihres Landes - nun ist die Italienerin Emma Bonino im Alter von 78 Jahren gestorben. Das gab die von ihr gegründete Kleinpartei Mehr Europa am Freitag auf Facebook bekannt. Bonino kämpfte für das Recht auf Scheidung und Abtreibung und setzte sich zeitlebens für humanitäre Belange ein. Sie war Außenministerin und EU-Kommissarin. Italiens Regierungschefin Georgia Meloni und EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola würdigten die Verdienste Boninos.

Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer

Die deutschen Reeder haben sich besorgt über die Sicherheitslage für die Schifffahrt im Roten Meer gezeigt. "Mit der Einnahme der Insel Mayyun durch die mit dem Iran verbündeten Huthi wächst die Bedrohung am strategisch wichtigen Bab al-Mandab erheblich", erklärte der Verband Deutscher Reeder (VDR) am Freitag. "Für Schiffe, die die Meerenge weiterhin passieren, steigt das Risiko; für Reedereien, die das Gebiet derzeit umfahren, rückt eine Rückkehr auf die direkte Route durch das Rote Meer in noch weitere Ferne."

Paris rechnet erneut mit einem Defizit von mehr als fünf Prozent

Frankreich rechnet im laufenden Jahr erneut mit einem Defizit von mehr als fünf Prozent. Das ursprüngliche Ziel von fünf Prozent einzuhalten, sei "nicht mehr möglich", sagte Wirtschaftsminister Roland Lescure am Freitag in Paris. Im Vorjahr hatte das Defizit bei 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen. Zudem senkte Frankreich zum dritten Mal seit Jahresbeginn seine Wachstumsprognose weiter ab, von zuletzt 0,7 Prozent auf nun 0,5 Prozent. Für das kommende Jahr werde ein Wachstum in Höhe von einem Prozent erwartet, erklärte Lescure.

Textgröße ändern: