Deutsche Tageszeitung - Großteil der Smartphone-Besitzer nutzt Künstliche Intelligenz auf seinem Gerät

Großteil der Smartphone-Besitzer nutzt Künstliche Intelligenz auf seinem Gerät


Großteil der Smartphone-Besitzer nutzt Künstliche Intelligenz auf seinem Gerät
Großteil der Smartphone-Besitzer nutzt Künstliche Intelligenz auf seinem Gerät / Foto: © AFP/Archiv

Der Großteil der Smartphone-Nutzenden in Deutschland verwendet einer Umfrage zufolge Software mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf ihren Geräten. Wie der Digitalverband Bitkom am Donnerstag mitteilte, nutzen 72 Prozent mindestens eine KI-Anwendung wie Sprachassistenten, Chatbots oder Programme zur Bildbearbeitung. Nur rund ein Viertel (26 Prozent) gab demnach an, überhaupt keine KI-Funktionen im Einsatz zu haben.

Textgröße ändern:

Die Bedeutung von KI dürfte nach Ansicht von Bitkom in den kommenden Jahren weiter steigen. "Ohne KI-Funktionen wird künftig kein Smartphone mehr auskommen", erklärte Bitkom-Vizepräsident Markus Haas. Und die Nutzerinnen und Nutzer sind dafür mehrheitlich offen: 56 Prozent können sich der Umfrage zufolge vorstellen, ein Smartphone ganz ohne Apps und allein über die Sprache zu steuern.

Insgesamt haben laut Umfrage 56 Millionen Menschen, also 82 Prozent der über 16-Jährigen, in Deutschland ein Smartphone. Und sie verbringen immer mehr Zeit vor dem kleinen Bildschirm. Über alle Altersgruppen hinweg belief sich die tägliche Bildschirmzeit 2024 auf im Schnitt 155 Minuten, also mehr als zweieinhalb Stunden. Im Vorjahr waren es zwölf Minuten weniger gewesen.

Die Nutzerinnen und Nutzer zwischen 16 und 29 Jahren sind nochmal knapp eine Stunde (insgesamt 212 Minuten) mehr mit ihrem Handy beschäftigt. Einen deutlichen Zuwachs gab es laut Digitalverband aber auch bei den Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren: Dort stieg die Bildschirmzeit um 23 Minuten auf 103 Minuten an.

Die Unternehmen machen laut Prognose für dieses Jahr mit Smartphones, Apps und der mobilen Kommunikation erstmals einen Umsatz von über 40 Milliarden Euro (40,1 Milliarden) in Deutschland. Das wäre eine Steigerung um 2,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Sprach- und Datendienste machen mit 23,5 Milliarden Euro den größten Anteil aus.

Der durchschnittlich gezahlte Preis für Smartphones dürfte demnach in diesem Jahr auf 605 Euro pro Gerät steigen. 2024 hatte ein neues Gerät im Schnitt 591 Euro gekostet. Gleichzeitig nutzen die Menschen ihre Smartphones immer länger und ersetzen sie erst deutlich später durch neue Produkte.

Bitkom ließ im Januar 1004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragen, darunter 827 Menschen mit Smartphone. Die Marktprognosen stammen von den Marktforschungsinstituten IDC und Research2Guidance.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Mercedes will weitere Stellen in Deutschland abbauen

Der Autobauer Mercedes will weiter sparen und dafür zusätzliche Jobs in Deutschland abbauen. "Um unsere festen Kosten weiter zu verringern, haben wir entschieden, das Abfindungsprogramm in Deutschland im Dezember wieder in Gang zu setzen", sagte Mercedes-Chef Ola Källenius am Mittwoch bei einer Telefonkonferenz zur Veröffentlichung der Quartalszahlen. Die Gewinnmarge der Autosparte von Mercedes halbierte sich den Angaben des Autobauers zufolge im dritten Quartal nahezu.

DGB-Rentenkommission schlägt verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vor

Mehr Beitragszahler und eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat am Mittwoch seine eigenen Vorschläge für eine Rentenreform präsentiert. Eine vom DGB einberufene Rentenkommission schlägt unter anderem vor, die Zahl der Einzahlenden zu erhöhen, damit die Rentenversicherung finanziell getragen werden kann. Dabei sollen vor allem Selbstständige einbezogen werden. Eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge soll die Versorgungslücke im Alter schließen helfen.

Gegenpol zu China und USA: Merz wirbt für neue Wirtschaftsallianz mit Japan

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in Japan für eine engere handelspolitische Zusammenarbeit als Gegenpol zu China und den USA geworben. "Wir erleben, wie die Großmächte eine neue Politik betreiben, wie internationale Regeln erodieren", sagte Merz am Mittwoch in Tokio. "Wir teilen grundlegende Interessen und wir teilen auch Werte miteinander, denn wir haben begriffen: Gemeinsam können wir eine Welt gestalten, die nicht nur den größten und den stärksten Raum gibt."

Indien: Mobilfunkunternehmen Jio legt nach Rekordbörsengang Kurssprung hin

Nach dem Rekordbörsengang in Indien hat der Aktienkurs des Telekommunikationsunternehmens Jio Platforms vom Milliardär Mukesh Ambani zum ersten Handelstag einen Sprung von mehr als 21 Prozent verzeichnet. Die Aktie des Unternehmens startete bei Börsenöffnung bei 1,358 Rupien - weit mehr als der Ausgabepreis von 1,119 Rupien. Das Unternehmen hatte zuvor die bisher größte Börseneinführung Indiens hingelegt und etwa 3,2 Milliarden Dollar eingenommen.

Textgröße ändern: