Deutsche Tageszeitung - Deutlich mehr falsche Banknoten im Umlauf - Schadenssumme aber niedriger

Deutlich mehr falsche Banknoten im Umlauf - Schadenssumme aber niedriger


Deutlich mehr falsche Banknoten im Umlauf - Schadenssumme aber niedriger
Deutlich mehr falsche Banknoten im Umlauf - Schadenssumme aber niedriger / Foto: © AFP

Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Falschgeld aus dem Verkehr gezogen - die Schadenssumme verringerte sich aber. Insgesamt wurden 72.400 falsche Euro-Scheine registriert, das waren 28 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Zentralbank am Freitag mitteilte. Die Schadenssumme ging um zwölf Prozent auf 4,5 Millionen Euro zurück. "Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Täter wieder vermehrt einfache Fälschungen mit geringerem Nennwert in Verkehr gebracht haben", erklärte Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz.

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Am häufigsten gefälscht werden 50-Euro-Scheine, sie machten im vergangenen Jahr rund 40 Prozent der Fälschungen aus. Dahinter lagen die 20-Euro-Noten mit einem Anteil von 28 Prozent. Fünf-Euro-Scheine und 500-Euro-Noten werden fast gar nicht gefälscht.

"Insgesamt bleibt das Falschgeldaufkommen moderat", erklärte Balz: Rein rechnerisch entfielen im vergangenen Jahr neun falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner. Ein großer Teil des Falschgelds ist zudem leicht erkennbar: Die Banknoten hätten den Aufdruck "MovieMoney" oder "Prop copy", bei einigen sei der Aufdruck "MovieMoney" überdeckt und durch die Imitation einer Unterschrift ersetzt worden.

Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz, warnte die Bundesbank. Sie empfiehlt daher, Banknoten selbst zu prüfen, und zwar nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen". Das Banknotenpapier fühle sich "griffig und fest" an; auf den Vorderseiten seien Teile des Druckbilds als Relief zu fühlen. Das Wasserzeichen lasse sich als Schattenbild sehen, wenn die Banknote gegen das Licht gehalten wird. Und beim Kippen der Banknote verändert sich die Farbe der Smaragdzahl links unten. Die 100- und 200-Noten haben in der Smaragdzahl zudem mehrere Euro-Symbole, die ihre Farben beim Kippen ändern.

Auch Münzen werden gefälscht: Aus dem Verkehr gezogen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 131.300 Münzen, das waren rund 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Einige Unternehmen hätten über Jahre verdächtige Münzen eingesammelt und sie 2024 bei der Bundesbank eingereicht, so eine Erklärung. Zudem seien verstärkt Zwei-Euro-Münzen in den Zahlungsverkehr eingeschleust worden.

Die Bundesbank empfiehlt hier den einfachen Magnettest: Der Mittelteil der Ein- und Zwei-Euro-Münzen ist leicht magnetisch - die gefälschten Münzen entweder gar nicht oder stark. Bei ihnen ist häufig auch das Material des Münzrings magnetisch.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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