Deutsche Tageszeitung - Weiter keine Erholung der Verbraucherstimmung

Weiter keine Erholung der Verbraucherstimmung


Weiter keine Erholung der Verbraucherstimmung
Weiter keine Erholung der Verbraucherstimmung / Foto: © AFP/Archiv

Nach einem schwierigen Start ins Jahr bleibt die Stimmung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern weiterhin trübe. Die Einkommenserwartungen gingen auf den niedrigsten Wert seit 13 Monaten zurück, wie das Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Mittwoch mitteilten. Die Konjunkturaussichten schätzten die Deutschen im Vergleich zum Vormonat zwar etwas positiver ein, aber auch ihre Anschaffungsneigung sank. In der Prognose für März sank das Konsumklima daher um 2,1 Punkte auf minus 24,7 Punkte.

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NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl erklärte, dass die Zahlen "keinerlei Anzeichen für eine Erholung der Konsumstimmung in Deutschland" zeigten. "Nach wie vor ist die Verunsicherung unter den Konsumenten groß und die Planungssicherheit fehlt." Eine zügige Regierungsbildung nach der Bundestagswahl und die rasche Verabschiedung des Haushalts für dieses Jahr würde Unternehmen wie auch privaten Haushalten mehr Planungssicherheit geben, fuhr Bürkl fort. Damit wären Verbraucher wieder eher bereit Geld auszugeben.

Die Einkommenserwartungen der befragten Verbraucherinnen und Verbraucher sanken um 4,3 Punkte auf minus 5,4 Punkte. Ein niedrigerer Wert sei zuletzt im Januar 2024 gemessen worden, hieß es. Damals lag die Einkommenserwartung bei minus 20 Punkten.

Auch die Anschaffungsneigung sank: Der Indikator ging um 2,7 Zähler zurück auf minus 11,1 Punkte. Die drei Faktoren Einkommenserwartung, Anschaffungsneigung und Sparneigung bilden zusammen das Konsumklima ab, das als Frühindikator für die Konsumentwicklung im kommenden Monat gilt.

GfK und NIM führen monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 30. Januar bis 10. Februar rund 2000 Menschen befragt. Das Konsumklima bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben, also neben dem Einzelhandel auch Dienstleistungen, Reisen, Miete und Gesundheitsdienstleistungen.

(A.Nikiforov--DTZ)

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