Deutsche Tageszeitung - Trumps Strafzölle: Spanien und Frankreich für Gegenzölle der EU

Trumps Strafzölle: Spanien und Frankreich für Gegenzölle der EU


Trumps Strafzölle: Spanien und Frankreich für Gegenzölle der EU
Trumps Strafzölle: Spanien und Frankreich für Gegenzölle der EU / Foto: © AFP

Mit Spanien und Frankreich haben sich zwei wichtige EU-Länder für eine harte Antwort auf die jüngsten von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle auf Produkte aus der EU stark gemacht. "Es ist klar, dass, wenn die Amerikaner an Zollerhöhungen festhalten, (...) die EU das Gleiche tun wird", sagte der französische Wirtschaftsminister Eric Lombard. Die EU werde "angemessen" reagieren, sagte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez.

Textgröße ändern:

"Wir werden unsere Interessen gegenüber denjenigen verteidigen, die die europäischen Volkswirtschaften mit Zöllen angreifen wollen", führte der Spanier in einer Rede im nordspanischen Zamudio aus. Trumps Zölle seien "absolut ungerechtfertigt und bedrohen indirekt auch unsere wirtschaftliche Souveränität".

"Auch wenn es für das allgemeine Interesse ungünstig ist, müssen auch wir unsere Interessen und die Interessen der EU-Länder schützen", sagte Lombard am Rande eines G20-Treffens in Kapstadt. Er sehe zwar eigentlich wenig Anlass für Verhandlungen, weil "wir im Bereich der Zölle ein Gleichgewicht haben". Doch "die USA wünschen, dass wir noch einmal darüber sprechen, und wir werden es tun".

Trump hatte am Mittwoch ein weiteres Mal Aufschläge auf Produkte aus der EU Zölle angedroht und der EU gleichzeitig Abzocke vorgeworfen. "Wir werden das sehr bald ankündigen, und es werden, allgemein gesprochen, 25 Prozent sein", sagte Trump bei seiner ersten Kabinettssitzung im Weißen Haus. Dies werde für Autos und andere Waren gelten.

Über die EU sagte er: "Seien wir ehrlich: Die Europäische Union wurde gegründet, um die Vereinigten Staaten abzuzocken". Dieses Ziel habe sie erreicht. "Aber jetzt bin ich der Präsident". Die EU-Staaten könnten zwar mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren, aber "der Effekt wird nie derselbe sein", sagte Trump.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

China-Geschäft bricht weiter ein - Audi senkt Umsatzprognose

Vor dem Hintergrund weiter einbrechender Verkäufe in China hat der Autobauer Audi seine Umsatzprognose für 2026 gesenkt. Gerechnet wird nun mit 58 bis 63 Milliarden Euro - fünf Milliarden weniger als im Frühling erwartet, wie die Ingolstädter VW-Tochter am Montag mitteilte. Finanzchef Jürgen Rittersberger stellte weitere Sparmaßnahmen in Aussicht.

Ferien in ganz Deutschland: ADAC erwartet staureichstes Wochenende des Sommers

Für das kommende Wochenende rechnet der ADAC mit den wohl staureichsten Reisetagen der gesamten Ferienzeit. Da sich nun alle Bundesländer in den Sommerferien befinden, soll die Reisewelle am ersten August-Wochenende erfahrungsgemäß ihren Höhepunkt erreichen, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. Zudem sorge der Urlaubs- und Transitverkehr aus den deutschen Nachbarländern für volle Autobahnen.

Geschäftsklima im Juli weiter verbessert - Analysten: Enwicklung unsicher

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert - Experten halten die Datenlage allerdings bereits wieder für überholt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex legte von 85,7 Punkten im Juni auf 86,6 Punkte zu, wie das Münchener Institut am Montag mitteilte. Die sehr volatile Situation im Iran-Krieg lässt jedoch Zweifel an dem Optimismus aufkommen.

Stimmung der Unternehmen in Deutschland im Juli verbessert

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex legte von 85,7 Punkten im Juni auf 86,6 Punkte zu, wie das Münchener Institut am Montag mitteilte. Spürbar verbesserten sich die Erwartungen der befragten Unternehmen für die kommenden Monate, mit den laufenden Geschäften waren sie dagegen unter dem Strich etwas weniger zufrieden.

Textgröße ändern: