Deutsche Tageszeitung - Ökostromanteil steigt 2024 auf knapp 60 Prozent

Ökostromanteil steigt 2024 auf knapp 60 Prozent


Ökostromanteil steigt 2024 auf knapp 60 Prozent
Ökostromanteil steigt 2024 auf knapp 60 Prozent / Foto: © AFP/Archiv

So viel Strom wie nie stammte im vergangenen Jahr in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen: Windkraft-, Solar-, Biogas- und Wasserkraftanlagen lieferten 256,4 Milliarden Kilowattstunden Strom, das waren 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Der Ökostromanteil stieg damit auf fast 60 Prozent: von 56 Prozent 2023 auf 59,4 Prozent 2024.

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Die Produktion aus konventionellen Trägern wie Kohle, Erdgas und Atomkraft sank gleichzeitig um 11,0 Prozent im Vorjahresvergleich auf 175,1 Milliarden Kilowattstunden. Das war ein Anteil von 40,6 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms.

Wichtigster Energieträger blieb im vergangenen Jahr die Windkraft: Ihr Anteil an der gesamten Stromproduktion stieg von 30,8 Prozent 2023 auf 31,5 Prozent 2024. An zweiter Stelle folgte die Photovoltaik mit 13,8 Prozent.

Die Bedeutung der Kohle für die Stromerzeugung nahm weiter ab: Ihr Anteil an der gesamten inländischen Stromerzeugung sank auf einen Tiefststand von 22,5 Prozent. Der Anteil von Erdgas dagegen stieg auf 14,9 Prozent - und war damit "so hoch wie in keinem anderen Jahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018", erklärten die Statistiker. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und infolge der stark gestiegenen Gaspreise war der Anteil 2022 auf 11,5 Prozent gesunken.

Insgesamt wurden den Angaben nach 2024 in Deutschland 431,5 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert und ins Netz eingespeist. Das war ein Rückgang um 3,6 Prozent. Gründe waren ein geringerer Strombedarf wegen einer gesunkenen Industrieproduktion sowie ein Anstieg von Stromimporten aus dem Ausland.

2024 war laut Statistik das zweite Jahr in Folge, in dem die Bundesrepublik mehr Strom importierte als sie exportierte. Die nach Deutschland eingeführte Strommenge stieg von 69,3 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2023 um 17,9 Prozent auf 81,7 Milliarden. Zugleich sanken die deutschen Stromexporte um 7,8 Prozent auf 55,4 Milliarden Kilowattstunden.

So verdreifachte sich der Importüberschuss beinahe von 9,2 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2023 auf 26,3 Milliarden im Jahr 2024, wie das Statistische Bundesamt weiter ausführte. Bis 2022 hatte Deutschland einen Exportüberschuss verzeichnet.

(G.Khurtin--DTZ)

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