Deutsche Tageszeitung - Medien: USA erwägen Optionen zur "Rückgewinnung" von Panamakanal

Medien: USA erwägen Optionen zur "Rückgewinnung" von Panamakanal


Medien: USA erwägen Optionen zur "Rückgewinnung" von Panamakanal
Medien: USA erwägen Optionen zur "Rückgewinnung" von Panamakanal / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge Optionen zur "Rückgewinnung" des strategisch wichtigen Panamakanals. Wie der US-Sender NBC News am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter berichtete, forderte das Weiße Haus das Militär auf, "Optionen für eine Erhöhung der amerikanischen Truppenpräsenz in Panama auszuarbeiten". Dies reiche von einer verstärkten Sicherheitszusammenarbeit zwischen den USA und Panama bis hin zu einer tatsächlichen Inbesitznahme. Letztere wird jedoch als "weniger wahrscheinliche" Option bezeichnet.

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Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium reagierten zunächst nicht auf eine Bitte der Nachrichtenagentur AFP um Stellungnahme.

Panamas Außenminister Javier Martínez-Acha sagte zu Reportern, dass sein Land "weiterhin entschlossen sein Territorium, seinen Kanal und seine Souveränität" verteidige. Der Kanal gehöre den Menschen in dem mittelamerikanischen Land und das werde so bleiben.

Trump hatte wiederholt damit gedroht, die Kontrolle über den Panamakanal zu übernehmen. Panama machte mehrere Zugeständnisse an Trump und übte Druck auf ein Unternehmen aus Hongkong, das Häfen am Kanal betrieb, aus, sich zurückzuziehen.

Der von den USA gebaute Panamakanal war 1914 eröffnet worden. 1977 unterzeichneten der damalige US-Präsident Jimmy Carter und der damalige panamaische Militärmachthaber Omar Torrijos ein Abkommen zur Übergabe des Kanals an Panama, 1999 übernahm der panamaische Staat die Kontrolle über die Wasserstraße. Damals verließ auch der letzte US-Soldat das Land.

(G.Khurtin--DTZ)

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