Deutsche Tageszeitung - Auf ISS gestrandete Astronauten würden wieder mit Boeing-Starliner starten

Auf ISS gestrandete Astronauten würden wieder mit Boeing-Starliner starten


Auf ISS gestrandete Astronauten würden wieder mit Boeing-Starliner starten
Auf ISS gestrandete Astronauten würden wieder mit Boeing-Starliner starten / Foto: © AFP

Die wegen eines technischen Problems auf der Internationalen Raumstation ISS gestrandeten US-Astronauten Butch Wilmore und Suni Williams haben sich erstmals seit ihrer Rückkehr zur Erde vor Journalisten über ihre Erfahrungen geäußert. Beide würden wieder mit einem Starliner-Raumschiff des US-Luftfahrtkonzerns Boeing starten, sagten Wilmore und Williams am Montag bei einer Pressekonferenz der US-Raumfahrtbehörde Nasa in Houston. "Wir werden dafür sorgen, dass es funktioniert", sagte Wilmore.

Textgröße ändern:

Wilmore und Williams, zwei ehemalige Navy-Piloten und erfahrene Astronauten, waren im vergangenen Juni mit einem Starliner-Raumschiff des US-Luftfahrtkonzerns Boeing zur ISS geflogen und sollten ursprünglich nur acht Tage im All bleiben. Wegen eines technischen Problems am Starliner kehrte dieser jedoch ohne sie zur Erde zurück. Seither saßen die beiden Astronauten auf der ISS fest und warteten auf eine Rückfluggelegenheit.

Mitte März war dann die vierköpfige Ablösung auf der ISS angekommen. Die Rückkehr der Astronauten hatte die Nasa dem Unternehmen SpaceX von Präsidentenberater Elon Musk anvertraut.

Die Verantwortung "für die Probleme, die bei diesem bemannten Jungfernflug aufgetreten" seien, trügen "alle", sagte Wilmore weiter. Er wolle nun "nach vorne schauen". Ähnlich zuversichtlich äußerte sich Suni Williams. Die Teams arbeiteten aktiv an den "wenigen Dingen, die noch korrigiert werden" müssten, sagte die Astronautin.

Ungeachtet der medialen Aufmerksamkeit, die den beiden Astronauten nicht zuletzt wegen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zuteil geworden war, versicherten sie am Montag, dass sie ihren unfreiwillig verlängerten Aufenthalt gut überstanden hätten. Sie seien auf derartige Unwägbarkeiten vorbereitet gewesen, betonten beide.

"Ich bin sehr dankbar für die Aufmerksamkeit der Menschen", sagte Suni Williams. Sie hoffe, dass ihre Erfahrung insbesondere jüngeren Menschen weiterhelfe. "Wisst ihr, manchmal muss man die Kurve kriegen, um das Beste daraus zu machen", sagte sie.

Trump und Musk hatten die seit Monaten geplante Rückkehr der beiden Astronauten als Rettungsmission dargestellt und der Vorgängerregierung von Präsident Joe Biden zuvor vorgeworfen, die beiden Astronauten aus "politischen Gründen" im Stich gelassen und Pläne für eine frühere Rückkehr abgelehnt zu haben.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Zahl der Firmenpleiten steigt im ersten Halbjahr auf höchsten Stand seit 13 Jahren

Die Zahl der Firmenpleiten ist im ersten Halbjahr um 6,7 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen - auf den höchsten Wert seit 13 Jahren. Insgesamt registrierten die Amtsgerichte von Januar bis Juni 12.812 Unternehmensinsolvenzen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Eine höhere Zahl gab es zuletzt im ersten Halbjahr 2013.

"Süddeutsche": Gaskrise 2022 kostete den Bund 50,4 Milliarden Euro

Die Unterstützung der Verbraucherinnen und Verbraucher in der Gaskrise nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 kostete den Bund laut einem Bericht der "Süddeutschen" mehr als 50 Milliarden Euro. Insgesamt 50,4 Milliarden Euro habe der Bund aufgewandt, Bürger in der Energiekrise zu entlasten und Märkte zu stabilisieren, zitierte die Zeitung am Freitag aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

Social Media: Experten übergeben Abschlussbericht zu Medienschutz an Prien

Die Vorsitzenden der Expertenkommission zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt übergeben am Freitag ihren Abschlussbericht an Bildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU, 09.30 Uhr). Im Anschluss an die Übergabe findet nach einer Stellungnahme der Ministerin eine gemeinsame Diskussion mit den Vorsitzenden Nadine Schön und Olaf Köller statt. Ende Juni hatte die Kommission bereits 56 Empfehlungen für eine Gesamtstrategie vorgestellt.

Staatschef der Emirate in Berlin: Milliardeninvestitionen in Deutschland vereinbart

Beim ersten Staatsbesuch eines Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate in Deutschland sind Geschäfte in Milliardenhöhe vereinbart worden. Die Emirate wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren, wie aus einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der beiden Länder hervorgeht. Der Staatschef der VAE, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, hält sich noch bis Freitag in Deutschland auf. Neben Wirtschaftsfragen ging es bei dem Besuch auch um Außen- und Sicherheitspolitik.

Textgröße ändern: