Deutsche Tageszeitung - Hoffnung auf Zoll-Deals mit Trump: US-Börsen deutlich im Plus

Hoffnung auf Zoll-Deals mit Trump: US-Börsen deutlich im Plus


Hoffnung auf Zoll-Deals mit Trump: US-Börsen deutlich im Plus
Hoffnung auf Zoll-Deals mit Trump: US-Börsen deutlich im Plus / Foto: © AFP

Erstmals seit den Zoll-Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump hat die Wall Street zu Handelsbeginn deutliche Gewinne verzeichnet. An der New Yorker Börse lagen die drei wichtigen Indizes am Dienstag jeweils mit mehr als drei Prozent im Plus. Hoffnung machten den Händlern die Handelsgespräche mit Südkorea und Japan. In den vergangenen Tagen hatten die Kurse eine Achterbahnfahrt hingelegt.

Textgröße ändern:

Nach Börseneröffnung legte der Dow Jones um 3,51 Prozent zu, der Technologieindex Nasdaq um 3,7 Prozent und der S&P500 um 3,3 Prozent. Die Anleger hätten wegen der Zollgespräche der US-Regierung den Eindruck, das Schlimmste liege hinter ihnen, sagte der Analyst Sam Stovall von der Investmentberatung CFRA der Nachrichtenagentur AFP.

Trump hatte von einem "sehr guten Gespräch" mit dem amtierenden Regierungschef von Südkorea, Han Duck-soo, gesprochen. Es zeichne sich ein "großartiger Deal" mit dem Land ab, schrieb der Präsident auf Truth Social. Auch das Zugehen Japans auf die US-Regierung wurden an der Börse mit Erleichterung aufgenommen.

Am Mittwoch sollen weitere Zölle gegen US-Handelspartner in Kraft treten, die Präsident Trump vergangene Woche Mittwoch angekündigt hatte. Darunter ist unter anderem ein Aufschlag von 20 Prozent für Importe aus der EU. Zölle in Höhe von zehn Prozent gelten bereits seit Samstag.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Suche nach Atom-Endlager konzentriert sich auf fünf Prozent der Bundesfläche

Zur Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll in Deutschland kommen weniger als fünf Prozent des Bundesgebietes in Frage. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) scheiden nunmehr fünf Bundesländer bei der Suche nach einem geeigneten Endlagerstandort aus. Während Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) von einem wichtigen Schritt bei der Endlagersuche sprach, forderten Atomkraftgegner mehr Transparenz beim Auswahlprozess.

Rechtsstreit zwischen Künast und Facebook: Karlsruhe wendet sich an EuGH

Der seit Jahren andauernde Rechtsstreit zwischen der Grünen-Politikerin Renate Künast und dem Facebook-Mutterkonzern Meta geht nun vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) weiter. Nach einer Verhandlung über ein in dem sozialen Netzwerk verbreitetes Falschzitat der früheren Bundeslandwirtschaftsministerin formulierte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Dienstag mehrere sehr grundlegende Fragen, zu denen der EuGH Stellung beziehen soll. Das Verfahren in Deutschland wurde ausgesetzt.

Airbus-Kredit: USA stellen Vereinbarung mit EU in Frage

Die US-Regierung hat eine Handelsvereinbarung mit der EU über die Flugzeugbauer-Konkurrenten Airbus und Boeing in Frage gestellt. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer warnte, ein im Juni an Airbus vergebener Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) führe "zu erheblicher Unsicherheit im transatlantischen Handel im Luft- und Raumfahrtsektor". Die EU-Kommission wies die Vorwürfe am Dienstag zurück.

Audi-Auftritt bei Trump löst Debatte über Verantwortung von Konzernchefs aus

Audi-Auftritt bei Trump löst Debatte über Verantwortung von Konzernchefs aus. Der Vorstandsboss von Audi, Gernot Döllner, ließ am Wochenende Wahlkampf mit sich machen.

Textgröße ändern: