Deutsche Tageszeitung - Chinesische Vergeltungszölle in Höhe von 84 Prozent auf US-Güter in Kraft getreten

Chinesische Vergeltungszölle in Höhe von 84 Prozent auf US-Güter in Kraft getreten


Chinesische Vergeltungszölle in Höhe von 84 Prozent auf US-Güter in Kraft getreten
Chinesische Vergeltungszölle in Höhe von 84 Prozent auf US-Güter in Kraft getreten / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China sind am Donnerstag die chinesischen Vergeltungszölle in Höhe von 84 Prozent auf US-Güter in Kraft getreten. Die Aufschläge gelten für alle nach China importierten Produkte aus den USA. Im Jahr 2024 hatten diese nach Angaben des US-Handelsbeauftragten einen Wert von insgesamt 143,5 Milliarden Dollar (130,7 Milliarden Euro).

Textgröße ändern:

China hatte am Mittwoch seine Zölle auf die USA von 34 Prozent auf 84 Prozent erhöht. Daraufhin verkündete US-Präsident Donald Trump zwar eine 90-tägige "Pause" im Zollstreit mit zahlreichen Ländern - China wurde davon allerdings nicht ausgenommen. Für das Land erhöhte Trump den Zollsatz stattdessen auf 125 Prozent. Zuvor hatte bereits ein Satz von mehr als hundert Prozent für China gegolten. Der Republikaner begründete dies mit dem "Mangel an Respekt, den China für die Weltmärkte gezeigt" habe. Damit spielte er auf die von Peking verhängten Vergeltungszölle an.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Wie Unternehmen stille Leistungsträger besser erkennen und fördern

Wie Unternehmen stille Leistungsträger besser erkennen und fördern. Sophie Schütze arbeitet seit mehr als sieben Jahren in ihrem Job, und sie ärgert sich, aber sie ärgert sich fast immer leise.

Forderungen nach Entschädigungen überschatten Karibikreise von König Charles III.

Der britische König Charles III. beginnt am Dienstag eine Karibikreise, die von Forderungen nach Entschädigung für den Sklavenhandel überschattet wird. Der Monarch will auf seiner neuntägigen Reise zunächst allein die Bahamas und Guyana besuchen, bevor seine Frau, Königin Camilla, für die letzte Etappe in Antigua und Barbuda zu ihm stößt. Dort wird der Monarch beim Gipfeltreffen der Regierungschefs des Commonwealth eine Rede halten.

Bundeshaushalt 2027: Bündnis warnt vor Einsparungen bei Jugendlichen

Angesichts der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 warnt ein Bündnis von rund 60 Organisationen vor Einsparungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sozialreformen dürften nicht von Sparzwängen bestimmt werden, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Appell. Ein starker Sozialstaat müsse junge Menschen schützen und ihnen Zukunftsaussichten eröffnen. "Denn wer heute bei jungen Menschen spart, gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes."

Mercedes senkt Gewinnerwartung wegen weiter wegbrechenden China-Geschäfts

Der Autokonzern Mercedes hat seine Umsatz- und Gewinnerwartung für 2026 wegen des weiter wegbrechenden China-Geschäfts abgesenkt. Der Stuttgarter Autobauer erwartet nun nur noch eine Umsatzrendite von zwei bis drei Prozent, wie er am Dienstag mitteilte. Bislang war er von drei bis fünf Prozent ausgegangen. Beim Vorsteuergewinn geht Mercedes von einem Ergebnis wie im Vorjahr aus, zuvor war eine deutliche Verbesserung prognostiziert.

Textgröße ändern: