Deutsche Tageszeitung - Deutliches Plus: Google-Mutter Alphabet übertrifft im ersten Quartal Erwartungen

Deutliches Plus: Google-Mutter Alphabet übertrifft im ersten Quartal Erwartungen


Deutliches Plus: Google-Mutter Alphabet übertrifft im ersten Quartal Erwartungen
Deutliches Plus: Google-Mutter Alphabet übertrifft im ersten Quartal Erwartungen / Foto: © AFP/Archiv

Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat im ersten Quartal mit einem starken Plus beim Gewinn die Erwartungen deutlich übertroffen. Der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View meldete am Donnerstag einen Nettogewinn von 34,5 Milliarden Dollar (30,4 Milliarden Euro). Das waren 46 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und einer der höchsten Quartalsgewinne, der jemals von einem börsennotierten Unternehmen ausgewiesen wurde. Der Umsatz legte laut Alphabet um zwölf Prozent auf 90,2 Milliarden Dollar zu.

Textgröße ändern:

Besonders erfolgreich war die Cloud-Sparte des Konzerns, welche die Infrastruktur und Softwarelösungen zur Speicherung und Verwaltung von Daten aus der Ferne umfasst. Der Umsatz legte hier um 28 Prozent zu - deutlich über dem Umsatzplus des Gesamtkonzerns. Das Cloud-Geschäft hat mit dem Aufkommen von Künstlicher Intelligenz noch deutlich an Bedeutung gewonnen, da die Infrastruktur für die Nutzung generativer KI gebraucht wird.

Alphabet war ursprünglich vor allem auf Online-Werbung und seine Google-Suchmaschine spezialisiert. In den vergangenen Jahren hat der Konzern aber massiv in die Cloud investiert und gehört neben Amazon und Microsoft mittlerweile zu den Schwergewichten auf diesem Gebiet.

Abgesehen von der Bedeutung für den Zukunftsbereich KI lohnt sich das Cloud-Geschäft für Google auch finanziell. Der Anteil der Einnahmen daraus am gesamten Konzernumsatz hat sich in weniger als fünf Jahren verdoppelt und macht nun fast 14 Prozent aus.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Emirates fliegt künftig auch Berliner Flughafen BER an

Die Fluggesellschaft Emirates aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bekommt zusätzliche Landerechte in Deutschland. Künftig bietet Emirates tägliche Langstreckenflüge zwischen dem Berliner Flughafen BER und Dubai an, wie der Berliner Senat am Donnerstag mitteilte. Die Vereinbarung sei Teil eines neuen Luftverkehrsabkommens. Der Staatschef der Emirate, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, hält sich derzeit zu einem Staatsbesuch in Deutschland auf.

Steigende Preise: Europäische Zentralbank hebt Leitzins auf 2,5 Prozent an

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum zweiten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs und dem daraus resultierenden Energiepreisschock die Zinsen erhöht. Der auch für Sparerinnen und Sparer wichtige Einlagenzinssatz steigt auf 2,5 Prozent, wie die EZB am Donnerstag mitteilte. Dies soll dabei helfen, die zuletzt deutlich gestiegene Inflation im Euroraum einzudämmen, könnte sich aber auch dämpfend auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

EU-Behörde stuft Süßstoffe in Light-Getränken weiter als unbedenklich ein

Die gängigen Süßstoffe in Light-Getränken und zuckerfreiem Kaugummi sind nach Einschätzung der EU-Behörde für Ernährungssicherheit (Efsa) unbedenklich. Die zuständigen Experten fanden in einer regulären Überprüfung "keine Sicherheitsbedenken" im Zusammenhang mit aktuell üblichen Konzentrationen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte 2023 zu Mäßigung gemahnt.

Trump unter Druck: Zinsen für Langfrist-Anleihen fast auf 20-Jahres-Hoch

Die Zinsen für langfristige US-Staatsanleihen sind so hoch wie seit rund zwei Jahrzehnten nicht mehr: Die Rendite von US-Schuldverschreibungen mit 30-jähriger Laufzeit kletterte am Donnerstag zeitweise auf 5,35 Prozent, den höchsten Stand seit 2007. Die Regierung von Präsident Donald Trump gerät durch den verteuerten Schuldendienst unter Druck, während die Staatsverschuldung bereits auf Rekordniveau ist.

Textgröße ändern: