Deutsche Tageszeitung - Umfrage: Bahnkunden fordern pünktliche Züge und saubere Toiletten

Umfrage: Bahnkunden fordern pünktliche Züge und saubere Toiletten


Umfrage: Bahnkunden fordern pünktliche Züge und saubere Toiletten
Umfrage: Bahnkunden fordern pünktliche Züge und saubere Toiletten / Foto: © DPA/AFP/Archiv

Die große Mehrheit der Bahnfahrerinnen und -fahrer in Deutschland wünscht sich einer Umfrage der Bundesnetzagentur zufolge pünktlichere statt mehr Züge. 80 Prozent der Befragten sprachen sich für verlässlichere Verbindungen anstelle einer höheren Zugtaktung aus, wie die Bonner Behörde am Montag mitteilte. Kritik gab es zudem an der Verfügbarkeit und Sauberkeit von Toiletten in Bahnhöfen und Zügen.

Textgröße ändern:

"Die Pünktlichkeit steht im Zentrum der Kritik", erklärte die Bonner Behörde am Montag. Die Verkehrsplanung sollte sich daher nicht auf eine Verdichtung des Angebots, sondern auf die Verbesserung der Fahrplanstabilität konzentrieren. Die Bundesnetzagentur befragte 2000 Fahrgäste zwischen September und November 2024.

Als einen Schwachpunkt machten die Menschen dabei auch die Toilettensituation aus. Über die Hälfte der Befragten ist laut Umfrage mit der Sauberkeit und der Verfügbarkeit nicht zufrieden. Das sei eine "klare Handlungsaufforderung" für die Eisenbahnunternehmen und die Infrastrukturbetreiber.

Zudem bewerteten die Fahrgäste Informationskanäle unterschiedlich gut. Während es bei der Nutzung von Apps lediglich zwölf Prozent Unzufriedene gibt, waren es bei Durchsagen und Anzeigen vor Ort mit 30 Prozent deutlich mehr. Das zeige "sowohl den Trend zur mobilen Nutzung als auch Schwächen der stationären Informationssysteme", erklärte die Bundesnetzagentur.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv

Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff in zwei Pariser Vorstädten hat der mutmaßliche Täter ein rassistisches Motiv bestritten. Der 39-jährige Kevin T. bestreite nicht die Tat selbst, wohl aber deren rassistischen Charakter, sagte der französische Anti-Terror-Staatsanwalt Olivier Christen am Montag. Nach einer vorübergehenden Einweisung in die Psychiatrie wurde der Verdächtige erneut in Polizeigewahrsam genommen.

Microsoft bietet jedem vierten Mitarbeiter eine Abfindung an

Der Microsoft-Konzern hat 60.000 Mitarbeitern Abfindungen angeboten - gut einem Viertel der weltweiten Belegschaft. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien, erklärte Personalchefin Amy Coleman am Montag. Es ist bereits das zweite Abfindungsprogramm bei Microsoft in diesem Jahr.

Trotz Fangverboten: Deutsche Ostseefischer dürfen 2027 weiter Hering fischen

Trotz weitreichender Fangverbote dürfen deutsche Ostseefischer im kommenden Jahr weiter geringe Mengen Hering fischen. Die EU-Agrarminister einigten sich am Montag in Luxemburg darauf, die bisherige Ausnahme für kleine Küstenfischer beizubehalten. Die Fischbestände sind seit Jahren stark bedroht, insbesondere im für Deutschland relevanten westlichen Teil der Ostsee schränkt die EU die Fischerei deshalb ein.

"Peinlich" und "Skandal": Kritik an Auftritt von Audi-Chef in den USA reißt nicht ab

Der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump schlägt weiter hohe Wellen: Arbeitnehmervertreterinnen sowie und Politik übten am Montag scharfe Kritik. IG-Metall-Chefin Christiane Benner bezeichnete den Auftritt als "politisch inakzeptabel". Döllner habe "eklatant" die eigenen Unternehmensregeln verletzt, die ausdrücklich politische Neutralität im Vorfeld von Wahlen verordneten. Das Unternehmen hingegen wies eine parteipolitische Positionierung von sich.

Textgröße ändern: