Deutsche Tageszeitung - TV-Geschäft in Deutschland macht Vodafone zu schaffen

TV-Geschäft in Deutschland macht Vodafone zu schaffen


TV-Geschäft in Deutschland macht Vodafone zu schaffen
TV-Geschäft in Deutschland macht Vodafone zu schaffen / Foto: © AFP

Das durchwachsene TV-Geschäft in Deutschland hat sich beim britischen Telekommunikationsriesen Vodafone auf das Jahresergebnis des Konzerns durchgeschlagen. Wie Vodafone am Dienstag in London mitteilte, betrug der Nettoverlust im Ende März geendeten Geschäftsjahr 4,17 Milliarden Euro, nach einem Gewinn von 1,14 Milliarden Euro im Vorjahr. Für 2025 erwartet das Unternehmen eine Erholung in Deutschland.

Textgröße ändern:

Die hohen Verluste gehen insbesondere auf hohe Wertberichtigungen für Deutschland und Rumänien zurück. Die Service-Einnahmen der deutschen Sparte fielen um fünf Prozent, ein Großteil davon geht auf das TV-Geschäft zurück. Seit Juli 2024 gelten in Deutschland neue Regeln für das Kabelfernsehen. Seither dürfen Hausverwaltungen und Hauseigentümer die Kosten nicht mehr automatisch auf die Mietenden umlegen.

Jahrzehntelang profitierte Vodafone von der Regel, da viele Mieterinnen und Mieter über Sammelverträge Kunden wurden, ob sie wollten oder nicht. Dieses Nebenkostenprivileg gibt es jedoch nicht mehr. Mietende müssen selbst einen Vertrag abschließen, wenn sie weiter Kabelfernsehen schauen möchten.

Insgesamt kletterte der Konzernumsatz trotz des schwächelnden Deutschland-Geschäfts um zwei Prozent auf 37,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis lag mit 10,9 Milliarden Euro 0,8 Prozent unter dem Vorjahr.

Für das kommende Jahr rechnet Vodafone mit einer Erholung und erwartet ein operatives Ergebnis zwischen 11,0 und 11,3 Milliarden Euro.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Microsoft bietet jedem vierten Mitarbeiter eine Abfindung an

Der Microsoft-Konzern hat 60.000 Mitarbeitern Abfindungen angeboten - gut einem Viertel der weltweiten Belegschaft. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien, erklärte Personalchefin Amy Coleman am Montag. Es ist bereits das zweite Abfindungsprogramm bei Microsoft in diesem Jahr.

Trotz Fangverboten: Deutsche Ostseefischer dürfen 2027 weiter Hering fischen

Trotz weitreichender Fangverbote dürfen deutsche Ostseefischer im kommenden Jahr weiter geringe Mengen Hering fischen. Die EU-Agrarminister einigten sich am Montag in Luxemburg darauf, die bisherige Ausnahme für kleine Küstenfischer beizubehalten. Die Fischbestände sind seit Jahren stark bedroht, insbesondere im für Deutschland relevanten westlichen Teil der Ostsee schränkt die EU die Fischerei deshalb ein.

"Peinlich" und "Skandal": Kritik an Auftritt von Audi-Chef in den USA reißt nicht ab

Der Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump schlägt weiter hohe Wellen: Arbeitnehmervertreterinnen sowie und Politik übten am Montag scharfe Kritik. IG-Metall-Chefin Christiane Benner bezeichnete den Auftritt als "politisch inakzeptabel". Döllner habe "eklatant" die eigenen Unternehmensregeln verletzt, die ausdrücklich politische Neutralität im Vorfeld von Wahlen verordneten. Das Unternehmen hingegen wies eine parteipolitische Positionierung von sich.

KI-Unternehmen Anthropic warnt in Börsenprospekt vor Risiken

Der US-Konzern für Künstliche Intelligenz (KI), Anthropic, hat seinen mit Spannung erwarteten Börsenprospekt veröffentlicht. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco warnt mögliche Anleger darin vor den Risiken von KI. Nach den am Montag von der Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Unterlagen wies Anthropic zuletzt unter dem Strich einen Milliardenverlust aus.

Textgröße ändern: