Deutsche Tageszeitung - Medienbericht: Thyssenkrupp will weitere Unternehmensteile verkaufen

Medienbericht: Thyssenkrupp will weitere Unternehmensteile verkaufen


Medienbericht: Thyssenkrupp will weitere Unternehmensteile verkaufen
Medienbericht: Thyssenkrupp will weitere Unternehmensteile verkaufen / Foto: © AFP

Der Industriekonzern Thyssenkrupp steht einem Bericht zufolge vor einem drastischen Umbau. Der Vorstand will das Unternehmen in eine Finanzholding umbauen und damit die Basis für den Verkauf weiterer Teile schaffen, wie die "Bild am Sonntag" aus Konzernkreisen erfuhr. Die Zentrale soll demnach von aktuell 500 auf 100 Mitarbeiter verkleinert werden, dazu sind weitere Streichungen in der Verwaltung mit rund 1000 Beschäftigten geplant.

Textgröße ändern:

Der Konzern plant dem Bericht zufolge neben dem Verkauf seiner traditionsreichen Stahlsparte auch ein Ende des Stahlhandels. "Darüber hinaus wird der Abschied vom Stahlhandel vorbereitet", hieß es aus dem Unternehmen. Der Bereich mit 16.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 12,1 Milliarden Euro soll an die Börse gebracht werden.

Zudem soll ein Teil der Autozulieferer-Sparte geschlossen oder verkauft werden. "Nur ein Rumpf bleibt im besten Fall", zitierte die "Bild am Sonntag" einen Manager. Die Pläne müssen noch vom Aufsichtsrat gebilligt werden. "Größere Widerstände sind nicht zu erwarten – es sollte also so durchgehen", hieß es aus Unternehmenskreisen. Der Konzern erklärte, dass es immer wieder Veränderungen gebe. Eine Veränderung bei der Handelstochter sei nicht ausgeschlossen, sagte ein Sprecher.

Mit dem Umbau einhergehen soll eine Verlängerung des Vorstandsvertrags von Konzernchef Miguel López. Auf seiner Sitzung am 16. September werde der Aufsichtsrat dies beschließen, hieß es in hochrangigen Konzernkreisen. Thyssenkrupp lehnte einen Kommentar zu der geplanten Vertragsverlängerung ab.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

EZB gibt Leitzinsentscheidung bekannt - Weitere Erhöhung erwartet

Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt am Donnerstag bei ihrer auswärtigen Ratssitzung in Berlin ihre neue Leitzinsentscheidung bekannt (14.15 Uhr). Erwartet wird, dass die EZB ihre Zinssätze erneut anheben dürfte, um die durch steigende Energiepreise angefachte Inflation abzuschwächen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erläutert die Entscheidung im Anschluss auf einer Pressekonferenz (14.45 Uhr).

Falscher Alarm: Autobahn in die Schweiz nach mehrstündiger Sperrung wieder freigegeben

Weil Sprengstoffspürhunde Alarm geschlagen hatten, ist die von Baden-Württemberg in die Schweiz führende Autobahn A861 am Mittwoch nach einem Polizei-Einsatz mehrere Stunden lang vollständig gesperrt gewesen. Gegen Mittag habe sich bei der Kontrolle eines Fahrzeugs am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn "der Verdacht einer Gefahrenlage" ergeben, teilte das Polizeipräsidium Freiburg mit. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen. Nachdem keine gefährlichen Stoffe gefunden wurden, konnte die Sperrung gegen 20.00 Uhr wieder aufgehoben werden.

Porsche vollzieht Ausstieg aus Bugatti-Joint-Venture - Erlös von einer Milliarde Euro

Der Sportwagenhersteller Porsche hat den Ausstieg aus einem Joint-Venture für die Luxusmarke Bugatti mit dem kroatischen Hersteller Rimac vollzogen. Durch den Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und an der Rimac Group selbst habe Porsche rund eine Milliarde Euro erlöst, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Stuttgart mit. 250 Millionen Euro davon würden für die weitere Finanzierung der Pensionsverpflichtungen verwendet.

Autobahn in die Schweiz gesperrt - "Bild": Sprengstoff-Alarm bei Autokontrolle

In Baden-Württemberg ist die Autobahn A861 in die Schweiz am Mittwoch vollständig gesperrt worden. Die Autobahn sei in beiden Fahrtrichtungen "aufgrund eines polizeilichen Einsatzes" nicht befahrbar, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Weil am Rhein der Nachrichtenagentur AFP am Nachmittag. Weitere Details wollte sie nicht nennen. Die "Bild"-Zeitung berichtete von Sprengstoff-Alarm nach einer Fahrzeugkontrolle am Grenzübergang Rheinfelden.

Textgröße ändern: