Deutsche Tageszeitung - EY: Männer in Dax-Konzernen verdienen im Schnitt knapp 14 Prozent mehr als Frauen

EY: Männer in Dax-Konzernen verdienen im Schnitt knapp 14 Prozent mehr als Frauen


EY: Männer in Dax-Konzernen verdienen im Schnitt knapp 14 Prozent mehr als Frauen
EY: Männer in Dax-Konzernen verdienen im Schnitt knapp 14 Prozent mehr als Frauen / Foto: © AFP/Archiv

Männliche Beschäftigte der größten deutschen Unternehmen verdienen einer Auswertung zufolge 13,9 Prozent mehr Geld als ihre Kolleginnen. Damit ist der Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern etwas geringer als bundesweit, wie die Beratungsfirma EY am Montag mitteilte. Insgesamt liegt das Bruttogehalt von Männern in Deutschland 16 Prozent über dem weiblicher Beschäftigter.

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Der EY-Auswertung zufolge gibt es zwischen den Dax-Unternehmen große Unterschiede. Etwa verdienen Frauen bei Daimler Truck im Schnitt 15 Prozent mehr als ihre männlichen Kollegen, bei der Deutschen Bank bekommen Männer im Schnitt indes 38,8 Prozent mehr. Auch beim Rückversicherer Munich Re, der Deutschen Börse, Hannover Rück und bei der Commerzbank sind die Durchschnittsverdienste der Männer bedeutend höher. Frauen bekommen neben Daimler Truck auch bei BMW, DHL und Vonovia mehr Geld.

Weibliche Beschäftige sind der Studie zufolge zudem in den Führungsebenen "meist unterrepräsentiert". Der Frauenanteil dort beträgt 28,5 Prozent, in der Gesamtbelegschaft sind es 33,1 Prozent. Besonders hoch ist die Abweichung den EY-Angaben zufolge beim Gesundheitsdienstleister Fresenius. Dort liegt der Frauenanteil in der gesamten Belegschaft bei 67,4 Prozent, in der obersten Führungsetage aber bei nur 28,2 Prozent.

Die Angaben basieren laut EY auf von den Unternehmen veröffentlichten Daten. Faktoren wie die konkrete Tätigkeit oder die Qualifikation werden dabei nicht beachtet. Dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, was oft nur in niedrigeren Positionen möglich ist, und seltener Führungskraft sind, "führt zumeist dazu, dass der durchschnittliche Bruttoverdienst der Männer über dem der Frauen liegt", erklärte EY.

(M.Dorokhin--DTZ)

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