Deutsche Tageszeitung - Verteidigungsministerium: Frauenanteil in der Bundeswehr noch nicht hoch genug

Verteidigungsministerium: Frauenanteil in der Bundeswehr noch nicht hoch genug


Verteidigungsministerium: Frauenanteil in der Bundeswehr noch nicht hoch genug
Verteidigungsministerium: Frauenanteil in der Bundeswehr noch nicht hoch genug / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund der personellen Engpässe bei der Bundeswehr soll auch gezielt um Frauen geworben werden. Derzeit betrage der Frauenanteil bei den Streitkräften knapp 14 Prozent und "das ist nicht genug", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. Im Bereich Personal gebe es einen enorm hohen Bedarf und die Bundeswehr müsse sich dabei "auch ganz besonders um Frauen bemühen".

Textgröße ändern:

Ziel sei ein Anteil von 20 Prozent, sagte der Ministeriumssprecher weiter. "Und daran arbeiten wir." Es gehe dabei um zwei Stränge: Zum einen müsse "am Mindset" gearbeitet werden, es gebe für Frauen gläserne Decken in der Bundeswehr und dagegen müsse vorgegangen werden. Zum anderen gehe es um interne Förderungen - etwa Netzwerkveranstaltungen und Mentoringprogramme - und um das gezielte Ansprechen von Frauen, um sie für die Bundeswehr gewinnen zu können.

Grundsätzlich seien aber im Vergleich zur Zeit vor der Jahrtausendwende Fortschritte zu verzeichnen, sagte der Sprecher weiter. Frauen seien in der Bundeswehr mittlerweile "eine Selbstverständlichkeit und nichts Besonderes mehr". Alle Laufbahnen und alle Ebenen seien als Arbeitsfeld möglich. Trotzdem reiche der Anteil nicht.

Die Bundesregierung hatte erst am Freitag die Notwendigkeit einer massiven, auch personellen Verstärkung der Bundeswehr bekräftigt. Die Rede war von einer für den Konfliktfall erforderlichen Gesamtstärke von 460.000 Soldatinnen und Soldaten, wobei Reservekräfte mit einbezogen seien. Am Donnerstag hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) von 50.000 bis 60.000 zusätzlich erforderlichen aktiven Soldaten gesprochen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Nettogewinn von Volkswagen im zweiten Quartal um 32,9 Prozent gesunken

Volkswagen hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um etwa ein Drittel verzeichnet. Der Nettogewinn des kriselnden Autobauers sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Im zweiten Quartal 2025 waren es noch 2,29 Milliarden Euro gewesen. Zu den Ursachen zählte vor allem ein drastischer Rückgang des Absatzes in China.

Verbraucherstimmung bleibt weiter verhalten

Die Konsumstimmung in Deutschland bleibt auf einem niedrigen Niveau. Der Konsumklima-Index für August sank leicht um 0,3 Zähler auf minus 29,6 Punkte, wie das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Freitag mitteilte. Der geringfügige Rückgang liege vor allem an niedrigeren Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie einer höheren Sparneigung.

Australien und Neuseeland kritisieren neue US-Zölle - Japan äußert "Bedauern"

Australien und Neuseeland haben scharfe Kritik an den neuen US-Zöllen gegen rund 60 Handelspartner geäußert. "Diese Zölle sind ungerechtfertigt und stehen im Widerspruch zu unserem Freihandelsabkommen", erklärte am Freitag Australiens Handelsminister Don Farrell. Die Zölle müssten "abgeschafft werden".

US-Regierung verkündet neue Zölle gegen rund 60 Handelspartner

Die US-Regierung hat neue Zölle gegen rund 60 internationale Handelspartner verkündet, darunter auch die EU. Grund für die Maßnahme sei ein unzureichendes Vorgehen der Betroffenen gegen Zwangsarbeit, erklärte das Weiße Haus. Die Aufschläge von zehn bis 12,5 Prozent sollten in der Nacht zum Freitag (0.01 Uhr Ortszeit, 6.01 Uhr MESZ) in Kraft treten. Zu diesem Zeitpunkt lief ein bisher geltender weltweiter Sonderzoll von zehn Prozent auf US-Importe aus.

Textgröße ändern: