Deutsche Tageszeitung - Signa-Insolvenzverwalter versteigert Einrichtung von Benko-Villa am Gardasee

Signa-Insolvenzverwalter versteigert Einrichtung von Benko-Villa am Gardasee


Signa-Insolvenzverwalter versteigert Einrichtung von Benko-Villa am Gardasee
Signa-Insolvenzverwalter versteigert Einrichtung von Benko-Villa am Gardasee / Foto: © AFP

Der Insolvenzverwalter des zahlungsunfähigen Signa-Konzerns verkauft Mobiliar und Einrichtung der Villa Ansaldi am Gardasee an den Meistbietenden. Das Inventar der Villa im italienischen Simione werde versteigert, erklärte das Auktionshaus Aurena am Dienstag. Die Liegenschaft sei von dem Konzern angemietet worden; Signa-Gründer René Benko diente die Villa Medienberichten zufolge auch als Wohnsitz.

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"Gegenstand der Auktion ist die vollständige Ausstattung der vierstöckigen Villa sowie der dazugehörigen Außenanlage sowie der Nebenobjekte am Grundstück", erklärte der Insolvenzverwalter weiter. Etwa verfügten die "Küchenbereiche" über eine "professionelle Gastronomieausstattung". Zu erstehen gebe es auch "Sammlerobjekte aus dem Sport- und Automobilbereich" oder "Wein- und Spirituosenbestände".

Die Versteigerung steht laut Auktionshaus Unternehmen und Privatpersonen offen. Wer teilnehmen möchte, kann sich auf der Website des Auktionshauses dafür registrieren und dort auch gleich Gebote abgeben. Am 5. Juli können die Exponate nach vorheriger Anmeldung in der Villa Ansaldi besichtigt werden, am 14. Juli erfolgen die Zuschläge.

Benko war im Januar in Innsbruck festgenommen worden und ist seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft begründete dies mit einem "dringenden Tatverdacht" bei mehreren Straftaten, wie Steuervergehen, Konkursdelikten und Betrug. Die Signa Holding hatte Ende 2023 Insolvenz angemeldet.

Der Österreicher hatte mit dem Kauf von Immobilien ein Millionen-Vermögen angehäuft. Neben der Warenhauskette Galeria gehörten auch das Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin und das berühmte Chrysler Building in New York zur Signa Holding. Dem rasanten Aufstieg folgte ein ebenso steiler Abstieg: Hohe Baukosten, steigende Kreditzinsen und hausgemachte Probleme brachten das Unternehmen in Schieflage. Es meldete Ende November 2023 Insolvenz an, im März 2024 stellte Benko Antrag auf Privatinsolvenz.

(M.Dorokhin--DTZ)

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