Deutsche Tageszeitung - Forscher heben Prognose an: IMK rechnet 2025 mit 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum

Forscher heben Prognose an: IMK rechnet 2025 mit 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum


Forscher heben Prognose an: IMK rechnet 2025 mit 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum
Forscher heben Prognose an: IMK rechnet 2025 mit 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum / Foto: © AFP

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sieht die deutsche Wirtschaft auf "Erholungskurs" umschwenken. Für 2025 prognostizieren die IMK-Forschenden im Jahresdurchschnitt ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent, wie das Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftungam Montag mitteilte. Damit korrigierten sie ihre Konjunkturprognose von März um 0,3 Prozentpunkte nach oben hoch.

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"Hauptgründe für die Erholung sind ein anziehender Konsum der privaten Haushalte und die positiven Impulse der staatlichen Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen", erklärte das Institut.

Zugleich entwickele sich der Außenhandel vor allem aufgrund der weltweiten Handelskonflikte weiterhin schwach, fuhr das IMK fort. Auch bringe das Anziehen des Wirtschaftswachstums noch keine Wende auf dem Arbeitsmarkt, da dieser zeitversetzt reagiere.

Im Jahresdurchschnitt 2026 dürfte die Wirtschaftsleistung den Erwartungen des IMK zufolge um 1,5 Prozent anziehen. Hier senkte das Institut seine Erwartungen um 0,2 Prozentpunkte.

"Wir sehen jetzt die Entwicklung, die wir auch schon im Frühjahr prognostiziert hatten: Die politische Unsicherheit in Deutschland ist gesunken, ebenso wie die Energiepreise, das kurbelt die Einkaufsneigung der Menschen an", erklärte der wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien. "Die zunehmenden staatlichen Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen dürften ab der zweiten Jahreshälfte die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen stärken."

Risiken für die wirtschaftliche Erholung sieht das IMK vor allem in einer möglichen Zuspitzung der Handelskonflikte, "auch mit der möglichen Folge, dass die USA durch die aggressive und erratische Politik von Präsident Donald Trump in eine Rezession geraten". Zudem könne ein längerer Konflikt zwischen Israel und dem Iran zu anhaltend höheren Ölpreisen führen.

Es sei daher wichtig, den "privaten Konsum als absehbaren Wachstumsmotor" nicht zu bremsen, erklärte das IMK. Forderungen nach "Abbau bei der sozialen Sicherung" oder etwa "Wünsche, auf spürbare Verbesserungen beim Mindestlohn zu verzichten", führten daher in die falsche Richtung, erklärte Dullien.

(M.Travkina--DTZ)

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