Deutsche Tageszeitung - Samsung erwartet Gewinneinbruch wegen US-Kontrollen bei Chip-Exporten nach China

Samsung erwartet Gewinneinbruch wegen US-Kontrollen bei Chip-Exporten nach China


Samsung erwartet Gewinneinbruch wegen US-Kontrollen bei Chip-Exporten nach China
Samsung erwartet Gewinneinbruch wegen US-Kontrollen bei Chip-Exporten nach China / Foto: © AFP

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics erwartet im zweiten Quartal einen massiven Gewinneinbruch wegen der US-Beschränkungen für Exporte von Halbleitern nach China. In einer am Dienstag veröffentlichten Prognose geht das Unternehmen von einem Rückgang des Betriebsergebnisses um 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf umgerechnet 2,86 Milliarden Euro aus. Das wäre zudem bedeutend weniger, als von Finanzexperten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap erwartet wurde.

Textgröße ändern:

Samsung machte in der Veröffentlichung keine detaillierten Angaben zu den Entwicklungen und erwarteten Ergebnissen seiner einzelnen Geschäftsbereiche. In einer separaten Veröffentlichung verwies der Konzern jedoch auf einen Gewinnrückgang seiner Halbleitersparte, des bedeutendsten Unternehmensbereichs. Grund seien "Wertberichtigungen der Lagerbestände und die Auswirkungen der US-Beschränkungen für fortschrittliche KI-Chips für China".

Die US-Regierung bemüht sich verstärkt darum, China den Zugang zu hochmodernen Computerchips zu verwehren. Hintergrund sind Befürchtungen, dass China diese für militärische Systeme verwenden könnte. Samsung erwartet dennoch, dass sich die Gewinnverluste in der zweiten Jahreshälfte verringern.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Wie Streiks die volle Lohnfortzahlung verteidigten

Ein Rückblick zeichnet den Kampf um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von einem 114-tägigen Streik 1956 bis zu den Arbeitsniederlegungen gegen Kürzungen im Jahr 1996 nach.

Herbststürme: Stromausfälle und Flugausfälle in einigen Ländern Europas

Zwei Stürme kurz hintereinander haben in Deutschland und anderen Teilen Europas zu Stromausfällen in mehr als 150.000 Haushalten und zur Streichung hunderter Flüge geführt. Von den Stromausfällen am Sonntag waren nicht nur gut 140.000 Haushalte in Großbritannien und Frankreich, sondern auch etwa 10.000 weitere rund um Freiburg im Breisgau betroffen. Hunderte Flüge, unter anderem am Airport Amsterdam Schiphol, einem der meistgenutzten Flughäfen Europas, fielen aus.

Israels Zentralbank kritisiert Netanjahus Aussagen zu "alternativer Wirtschaft"

In einem seltenen Schritt hat die israelische Zentralbank Aussagen von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisiert, wonach das Land mithilfe von Kryptowährungen eine "alternative Wirtschaft" zur Umgehung von Sanktionen aufbauen sollte. "Kryptowährungen können nicht dafür genutzt werden, Sanktionen gegen Israel zu umgehen", erklärte die Zentralbank am späten Samstagabend. Stattdessen sollte die Wirtschaft ihre Beziehungen zu ihren Handelspartnern bewahren und sich darauf konzentrieren, Sanktionen zu verhindern.

Sturm "Boelo": Zehntausende in Großbritannien ohne Strom - Flugausfälle in Amsterdam

Der Sturm "Boelo" hat in Großbritannien zu Stromausfällen und am Airport Amsterdam Schiphol, einem der meistgenutzten Flughäfen Europas, zur Streichung Dutzender Flüge geführt. Mehr als 82.000 Haushalte im Norden Großbritanniens waren am Sonntag wegen des Unwetters von der Stromversorgung abgeschnitten, wie der Branchenverband Energy Networks Association mitteilte. Seit den Schäden durch den vorangegangenen Sturm "Austen" sei die Stromversorgung in knapp 350.000 Haushalten wiederhergestellt worden.

Textgröße ändern: