Deutsche Tageszeitung - Prognose: Zahl der fertiggestellten Neubauten in Europa schrumpft 2025 deutlich

Prognose: Zahl der fertiggestellten Neubauten in Europa schrumpft 2025 deutlich


Prognose: Zahl der fertiggestellten Neubauten in Europa schrumpft 2025 deutlich
Prognose: Zahl der fertiggestellten Neubauten in Europa schrumpft 2025 deutlich / Foto: © AFP

In Europa sinkt die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in diesem Jahr einer Prognose zufolge deutlich um rund 5,8 Prozent. Insgesamt würden 2025 voraussichtlich 1,46 Millionen Einheiten gebaut, geht aus Berechnungen der Forschungsgruppe Euroconstruct hervor, der das Münchner Ifo-Institut angehört. 2024 seien es noch 1,55 Millionen gewesen. In Deutschland ist der Rückgang mit minus 19 Prozent demnach besonders stark.

Textgröße ändern:

"Verschiedene Faktoren haben die Bautätigkeit in vielen Ländern beeinträchtigt: Höhere Zinsen, Kaufkraftverluste und die stark gestiegenen Baukosten, aber auch Einflüsse wie eine veränderte Neubauförderung oder Steuererhöhungen", erklärte der Ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister. Nur in Tschechien, Schweden und Ungarn werden demnach mehr Wohnungen gebaut als im Vorjahr.

Hierzulande werden den Berechnungen zufolge in diesem Jahr voraussichtlich 205.000 Wohnungen fertiggestellt. 2026 gehen die Experten demnach nur noch von 185.000 neuen Wohnungen aus - noch einmal zehn Prozent weniger. "In einem weiterhin sehr schwierigen Markt haben sich die Rahmenbedingungen - darunter Finanzierung, Reallöhne, Immobilienpreise, erzielbare Mieten - inzwischen etwas verbessert", erklärte Dorffmeister.

Relativ zur Einwohnerzahl läuft es im europäischen Vergleich nur in Italien noch schlechter als in Deutschland. Dort werden in diesem Jahr nur 1,6 Wohnen pro 1000 Einwohner gebaut. In Deutschland, Großbritannien und Spanien sind es etwas mehr als zwei Wohneinheiten, in Frankreich 3,7.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Kritik an Energiegesetzesplänen von Wirtschaftsministerin Reiche reißt nicht ab

Die Kritik an den energiepolitischen Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) reißt nicht ab. Der Vorschlag für das sogenannte Netzpaket riskiere den Ausbau der Windenergie zu behindern, erklärte der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) am Donnerstag. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) warnte vor einem "massiven Einbruch des Photovoltaikausbaus".

Wadephul fordert Ende des G20-Ausschlusses von Südafrika durch die USA

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat ein Ende des faktischen Ausschlusses Südafrikas aus der G20-Gruppe durch die USA gefordert. "Als einziges afrikanisches G20-Mitglied hat Südafrikas Stimme globales Gewicht. Wir wollen, dass diese Stimme gehört wird", sagte Wadephul am Donnerstag in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Deutschland setze darauf, "dass diese Unterbrechung nicht dauerhaft ist, sondern dass Südafrika wieder als vollwertiges Mitglied im nächsten Jahr im G20-Rahmen mitarbeiten kann".

Iran-Krieg: Trump droht Huthis im Jemen mit "Bestrafung" nach Tankerangriff

Im Iran-Krieg zeichnet sich eine Ausweitung auf den Jemen ab: US-Präsident Donald Trump drohte der mit Teheran verbündeten Huthi-Miliz am Donnerstag mit einer "bedeutenden militärischen Bestrafung", nachdem die Miliz nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker im Roten Meer attackiert hatte. Die iranische Armee führte nach weiteren US-Angriffen auf die Islamische Republik erneut Vergeltungsattacken auf US-Ziele in der Region aus. Der Ölpreis erreichte erneut die 100-Dollar-Marke.

Neuer britischer Premier Burnham kündigt Steuersenkung für Pubs an

Pubs, Diskotheken und Konzert-Locations in Großbritannien sollen künftig weniger Steuern zahlen. Der neue britische Premierminister Andy Burnham kündigte am Donnerstag eine Senkung der Gewerbesteuer für diese Betriebe um 20 Prozent an. Gegenfinanzieren will der Premier dies nach eigenen Angaben mit Mehrbelastungen für Unternehmen, "die keinen positiven Beitrag für die Gemeinden leisten", etwa E-Zigaretten-Geschäfte.

Textgröße ändern: