Deutsche Tageszeitung - "Handelsblatt": VW schließt erstmals Werk in China

"Handelsblatt": VW schließt erstmals Werk in China


"Handelsblatt": VW schließt erstmals Werk in China
"Handelsblatt": VW schließt erstmals Werk in China / Foto: © AFP

Der Volkswagen-Konzern schließt erstmals eines seiner Werke in China. Das Werk, das VW gemeinsam mit seinem chinesischer Partner SAIC im ostchinesischen Nanjing betreibt, macht dicht, wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" am Freitag unter Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Menschen berichtete. VW bestätigte auf Anfrage, dass die Produktion in Nanjing eingestellt wurde.

Textgröße ändern:

Dem Bericht zufolge soll die endgültige Schließung des Standorts im Laufe der zweiten Jahreshälfte erfolgen. VW selbst verweist auf die Transformation hin zur Produktion von hochtechnologischen E-Autos. "In diesem Zusammenhang wird auch das Produktionsnetz auf diese umfassende strategische Stoßrichtung ausgerichtet und optimiert", erklärte ein Sprecher.

Das Werk in Nanjing wurde nach Angaben des "Handelsblatts" 2008 mit einer Jahreskapazität von 360.000 Fahrzeugen in Betrieb genommen. Produziert wurde dort der VW Passat und der Skoda Superb. Aus Unternehmenskreisen hieß es, ein Problem des Standorts sei seine Lage in Zentrumsnähe, welche die Transformation der Produktion einschränke.

Volkswagen steht in China stark unter Druck. Der Verkauf von Autos mit Verbrennermotor ist in der Volksrepublik stark rückläufig. Zugleich tut sich der deutsche Konzern bei E-Autos im Wettbewerb mit chinesischen Herstellern wie BYD schwer.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

59 Prozent des erzeugten Stroms in Deutschland im ersten Halbjahr aus Erneuerbaren

Im ersten Halbjahr stammten 59,1 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Insgesamt wurden 220,7 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespeist, 136,4 Milliarden davon aus Erneuerbaren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im ersten Halbjahr 2025 hatte der Anteil bei 58,0 Prozent gelegen.

Deutsche Exporte im Juli leicht gesunken - Lieferungen in die USA stark gestiegen

Deutschlands Exporte sind im Juli leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat verringerten sie sich um 0,8 Prozent auf 138,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hielt der positive Trend jedoch an, die Ausfuhren stiegen hier um 6,1 Prozent.

Handelsstreit mit den USA: Kanadische Gegenzölle in Kraft getreten

Im Handelsstreit mit den USA sind am Dienstag die von Kanada verhängten Gegenzölle in Kraft getreten. Die Aufschläge in Höhe von 15 bis 50 Prozent betrifft eine Reihe von US-Waren im Gesamtwert von 20 Milliarden Dollar (17,2 Milliarden Euro), darunter Stahl- und Aluminiumprodukte sowie Milchprodukte. Einige Meeresfrüchteprodukte wurden von der ursprünglichen Liste jedoch gestrichen.

Gasspeicher-Betreiber: Bis 1. November noch Befüllung zu 77 Prozent möglich

Die Betreiber von Gasspeichern in Deutschland haben vor einem sich schließenden Zeitfenster für die Befüllung ihrer Anlagen gewarnt. "Technisch kann bis zum 1. November noch ein Füllstand von rund 77 Prozent erreicht werden", erklärte die Initiative Energien Speichern (Ines) am Dienstag. "Entscheidend ist nun aber, ob die Speicherkunden ihre gebuchten Kapazitäten tatsächlich befüllen - und ob dies schnell genug geschieht."

Textgröße ändern: