Deutsche Tageszeitung - Verdi ruft in Berlin zu weiterem Warnstreik bei Tiktok auf

Verdi ruft in Berlin zu weiterem Warnstreik bei Tiktok auf


Verdi ruft in Berlin zu weiterem Warnstreik bei Tiktok auf
Verdi ruft in Berlin zu weiterem Warnstreik bei Tiktok auf / Foto: © AFP

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von Tiktok in Berlin zu einem weiteren Warnstreik am kommenden Montag aufgerufen. Der Arbeitskampf werde parallel zu einem Gerichtstermin stattfinden, es sei auch eine Kundgebung vor dem Berliner Arbeitsgericht geplant, erklärte Verdi. Das Unternehmen versuche mit einem Gerichtsverfahren gegen den Betriebsrat, im Konflikt um geplante Kündigungen "Fakten zu schaffen".

Textgröße ändern:

Hintergrund des Konflikts ist der Plan von Tiktok, die Moderation von Inhalten künftig durch Künstliche Intelligenz (KI) ausführen zu lassen oder an Drittanbieter auszulagern. Die betroffenen Beschäftigten, die zuvor die KI-Systeme trainiert haben, sehen sich nun mit Kündigungen konfrontiert. Die Gewerkschaft fordert für die Betroffenen Abfindungszahlungen in Höhe von drei Jahresgehältern und eine Verlängerung der Kündigungsfrist um zwölf Monate.

"Nachdem die Kolleginnen die Künstliche Intelligenz trainiert haben, scheint es Tiktok gar nicht schnell genug zu gehen, die Kolleginnen loszuwerden", erklärte Kathlen Eggerling von Verdi. "Vor diesem Hintergrund erhöhen wir mit diesem Streiktag den Druck für eine faire Vereinbarung. Tiktok muss endlich Verantwortung übernehmen."

Zudem wirft Verdi Tiktok vor, intern Falschinformationen über das deutsche Streikrecht zu verbreiten. Die Geschäftsführung habe behauptet, die unangekündigte Teilnahme am Warnstreik am Mittwoch verstoße gegen rechtliche Pflichten, erklärte die Gewerkschaft. Sie sehe darin einen Einschüchterungsversuch.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Herbststürme: Stromausfälle und Flugausfälle in einigen Ländern Europas

Zwei Stürme kurz hintereinander haben in Deutschland und anderen Teilen Europas zu Stromausfällen in mehr als 150.000 Haushalten und zur Streichung hunderter Flüge geführt. Von den Stromausfällen am Sonntag waren nicht nur gut 140.000 Haushalte in Großbritannien und Frankreich, sondern auch etwa 10.000 weitere rund um Freiburg im Breisgau betroffen. Hunderte Flüge, unter anderem am Airport Amsterdam Schiphol, einem der meistgenutzten Flughäfen Europas, fielen aus.

Israels Zentralbank kritisiert Netanjahus Aussagen zu "alternativer Wirtschaft"

In einem seltenen Schritt hat die israelische Zentralbank Aussagen von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisiert, wonach das Land mithilfe von Kryptowährungen eine "alternative Wirtschaft" zur Umgehung von Sanktionen aufbauen sollte. "Kryptowährungen können nicht dafür genutzt werden, Sanktionen gegen Israel zu umgehen", erklärte die Zentralbank am späten Samstagabend. Stattdessen sollte die Wirtschaft ihre Beziehungen zu ihren Handelspartnern bewahren und sich darauf konzentrieren, Sanktionen zu verhindern.

Sturm "Boelo": Zehntausende in Großbritannien ohne Strom - Flugausfälle in Amsterdam

Der Sturm "Boelo" hat in Großbritannien zu Stromausfällen und am Airport Amsterdam Schiphol, einem der meistgenutzten Flughäfen Europas, zur Streichung Dutzender Flüge geführt. Mehr als 82.000 Haushalte im Norden Großbritanniens waren am Sonntag wegen des Unwetters von der Stromversorgung abgeschnitten, wie der Branchenverband Energy Networks Association mitteilte. Seit den Schäden durch den vorangegangenen Sturm "Austen" sei die Stromversorgung in knapp 350.000 Haushalten wiederhergestellt worden.

Audi plant neues SUV-Werk mit 4500 Jobs in Georgia

Audi will rund vier Milliarden Dollar in sein erstes eigenes US-Werk investieren. Donald Trump präsentierte das Vorhaben im Wahlkampf, während IG Metall verbindliche Perspektiven für deutsche Standorte fordert.

Textgröße ändern: