Deutsche Tageszeitung - Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert

Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert


Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert
Wirtschaftsweise Malmendier begrüßt Zolleinigung: "Horrorszenario" verhindert / Foto: © AFP/Archiv

Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier hat sich erleichtert über die Einigung im Zollstreit zwischen der Europäischen Union und den USA gezeigt. "Es ist schon sehr erfreulich, dass dieses Horrorszenario von 30 Prozent Zöllen abgewandt wurde", sagte Malmendier am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Dennoch seien Zölle von fünfzehn Prozent "im 21. Jahrhundert schwer zu verstehen", fügte Malmendier hinzu.

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Malmendier ergänzte: "Wir leben in einer Welt, wo wir alle miteinander verflochten sind." Insofern sei "das schon eine ungeheure Belastung für die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA." Insbesondere für einzelne Unternehmen bedeuten die Zölle eine "enorme zusätzliche Belastung", wie Malmendier weiter sagte.

Für Verbraucher hingegen sei noch offen, ob sie die Zölle "kurzfristig besonders negativ zu spüren bekommen". Denn es gebe nun auch viele Länder, die aufgrund der Zölle "nicht mehr den gleichen Zugang zum amerikanischen Markt haben". Dadurch könnten laut Malmendier mehr Güter auf den europäischen Markt drängen, was sinkende Preise zur Folge hätte.

Zudem äußerte Malmendier Hoffnung, dass der Handelsstreit zu einem "echten Push" für den europäischen Binnenmarkt führe, der auch für junge Unternehmen mit zukunftsorientierten Technologien an Attraktivität gewinne. "Das hätten wir sowieso gebraucht, auch ohne den Handelskrieg, und jetzt gibt es vielleicht den Push", fügte Malmendier hinzu.

Die USA und die EU hatten am Sonntag nach monatelangen harten Verhandlungen die Einigung auf ein Handelsabkommen verkündet, das nach Angaben von US-Präsident Donald Trump 15 Prozent Zoll auf die meisten Produkte aus der EU vorsieht.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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