Deutsche Tageszeitung - Trump verschiebt Inkrafttreten höherer US-Zölle um eine Woche

Trump verschiebt Inkrafttreten höherer US-Zölle um eine Woche


Trump verschiebt Inkrafttreten höherer US-Zölle um eine Woche
Trump verschiebt Inkrafttreten höherer US-Zölle um eine Woche / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat das ursprünglich für Freitag angesetzte Inkrafttreten der neuen Zollsätze für dutzende Handelspartner um eine Woche verschoben. Aus dem Weißen Haus wurde dies am Donnerstag (Ortszeit) damit begründet, dass den Grenz- und Zollbehörden mehr Zeit für die Umsetzung des neuen Systems gegeben werden soll. Gleichzeitig verhängte Trump per Dekret neue Zölle gegen Länder, für die es noch kein Handelsabkommen gab. Kanada und die Schweiz treffen die neuen Sätze besonders hart.

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Die von Trump angeordneten höheren Zölle für Dutzende Handelspartner werden nach Angaben eines hochrangigen Beamten des Weißen Hauses nun erst am 7. August in Kraft treten.

Trump unterzeichnete am Donnerstag ein Dekret, durch das die US-Zölle für fast 70 Länder von zuvor zehn Prozent auf unterschiedliche Sätze von bis zu 41 Prozent festgelegt werden. Der Präsident passte dabei einige der zuvor angedrohten Strafzölle an. Für die Schweiz gilt demnach nun ein höherer Satz von 39 Prozent, während gegen Thailand ein niedrigerer Satz von 19 Prozent verhängt wurde.

Die Zölle auf Waren aus Kanada erhöhte Trump auf 35 Prozent, erklärte jedoch gleichzeitig in einem NBC-Interview, er sei offen für Gespräche. Der Zollsatz für taiwanische Produkte wurde auf 20 Prozent gesenkt, aber Taiwans Präsident Lai Ching-te erklärte, er wolle weiter verhandeln.

Für andere Länder gab es keine Überraschungen. Für die EU, Japan und Südkorea ist, wie in zuvor erfolgten Handelsabkommen vereinbart, ein Aufschlag von 15 Prozent vorgesehen.

"Es besteht kein Zweifel: Das Dekret und die in den vergangenen Monaten geschlossenen Handelsabkommen brechen mit den Regeln, die seit dem Zweiten Weltkrieg den internationalen Handel geregelt haben", sagte Wendy Cutler vom Asia Society Policy Institute.

Trump hatte Anfang April einen Zollkonflikt mit Handelspartnern in aller Welt entfacht. Er kündigte hohe Importaufschläge für zahlreiche Länder an, senkte diese dann aber auf zehn Prozent, um Verhandlungen zu führen. Für manche Produkte galten aber bereits höhere Zölle, etwa für Stahl- und Aluminiumprodukte, die bereits mit einem Importaufschlag von 50 Prozent belegt wurden.

(P.Hansen--DTZ)

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