Deutsche Tageszeitung - Obstbauern erwarten überdurchschnittliche Apfelernte

Obstbauern erwarten überdurchschnittliche Apfelernte


Obstbauern erwarten überdurchschnittliche Apfelernte
Obstbauern erwarten überdurchschnittliche Apfelernte / Foto: © AFP

Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten in diesem Jahr eine gute Apfelernte. Es werde von einer Erntemenge von etwas über einer Million Tonnen ausgegangen, erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag. Das wären 3,9 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Grund seien "die milden Witterungsbedingungen zur Blütezeit sowie in den meisten Anbauregionen ausgebliebene Frost- und Hagelereignisse".

Textgröße ändern:

Äpfel sind das bei Weitem am meisten angebaut Obst in Deutschland. Die Anbaufläche in diesem Jahr beträgt laut Statistikamt 32.700 Hektar. Mehr als ein Drittel dieser Fläche (11.600 Hektar) liegt in Baden-Württemberg und dort vor allem in der Nähe des Bodensees. Auch Niedersachsen hat mit 8400 Hektar, vor allem im so genannten Alten Land, große Anbaugebiete.

Auch die Pflaumen- und Zwetschgenernte fällt den Angaben der Statistiker nach in diesem Jahr voraussichtlich leicht überdurchschnittlich aus. Erwartete 44.500 Tonnen entsprechen 1,6 Prozent mehr als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Die größten Anbauflächen für Pflaumen und Zwetschgen liegen mit 1700 Hektar in Baden-Württemberg und mit 900 Hektar in Rheinland-Pfalz. Insgesamt werden die Früchte in Deutschland auf 4100 Hektar angebaut.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Hohe Spritpreise: Klingbeil pocht trotz Absage des Kanzlers auf Markteingriffe

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) pocht trotz der Absage von Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf Markteingriffe in der Spritpreiskrise. "Das Wirksamste ist gerade der Eingriff in den Markt. Das sehen wir in anderen europäischen Ländern", sagte Klingbeil in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Und ich finde, wir sollten diesen Mut auch haben."

Iran-Krieg: US-Inflation springt im März auf 3,3 Prozent

Im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA sprunghaft gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das waren 0,9 Prozentpunkte mehr als im Februar. Hauptgrund sind die durch den Krieg massiv erhöhten Öl- und Gaspreise.

Reiche für Direktzahlung zur Unterstützung von Pendlern in der Spritpreiskrise

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält direkte Finanzhilfen für Pendlerinnen und Pendler zur Entlastung von den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen für möglich. Der frühere Finanzminister Jörg Kukies (SPD) habe es geschafft, einen Direktzahlungsmechanismus über eine App einzurichten, dort seien rund 14 Millionen Kontodaten von Bürgerinnen und Bürgern hinterlegt. "Diesen Mechanismus kann man sehr wohl nutzen, um Pendler, die ganz besonders lange Strecken zu fahren haben, direkt zu entlasten und Geld zuzuweisen", sagte Reiche am Freitag den Sendern RTL und ntv.

"Arbeitsgespräch" bei Klingbeil: "Wertvoller Input" für Koalitionsausschuss

Beim Treffen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften und Unternehmensverbänden sind laut einer Ministeriumssprecherin Maßnahmen in der aktuellen Energiepreiskrise erörtert worden. Außerdem ging es um die generelle Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, wie die Sprecherin am Freitag mitteilte. Über die Inhalte des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Der Finanzminister werde die diskutierten Punkte als "wertvollen Input" mit in die weiteren Gespräche innerhalb der Bundesregierung nehmen.

Textgröße ändern: