Deutsche Tageszeitung - Japanischer Softbank-Konzern steigt bei US-Chiphersteller Intel ein

Japanischer Softbank-Konzern steigt bei US-Chiphersteller Intel ein


Japanischer Softbank-Konzern steigt bei US-Chiphersteller Intel ein
Japanischer Softbank-Konzern steigt bei US-Chiphersteller Intel ein / Foto: © AFP

Der japanische Softbank-Konzern steigt beim kriselnden US-Chiphersteller Intel ein und verstärkt so seine Präsenz in den Vereinigten Staaten weiter. Softbank kaufe Intel-Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Damit wird Softbank einen Anteil von rund zwei Prozent an Intel besitzen. Auch die US-Regierung erwägt laut Medienberichten, zur Unterstützung bei Intel einzusteigen - mit rund zehn Prozent.

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Der US-Konzern hinkt der Konkurrenz vor allem beim Bau von Chips für Künstliche Intelligenz (KI) hinterher. Wegen wirtschaftlicher Probleme gab Intel etwa Pläne für den Bau einer Chip-Fabrik in Magdeburg Ende Juli endgültig auf. Dominiert wird der Halbleitermarkt von TSMC aus Taiwan und Samsung aus Südkorea, technologisch steht derzeit der US-Konzern Nvidia an der Spitze.

Softbank und Intel erklärten am Dienstag, die "strategische Investition" des japanischen Konzerns spiegele ihre Überzeugung wider, dass die moderne Halbleiterfertigung und -versorgung in den USA expandieren und Intel dabei eine "entscheidende Rolle" spielen werde. Der Chef von Softbank, Masayohsi Son, hat seit der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus mehrere Investitionsvorhaben in den USA angekündigt. Dazu gehört eine Beteiligung am 500-Milliarden-Dollar Projekt Stargate, das riesige Rechenzentren für KI in den USA bauen soll. Beteiligt daran sind auch der US-Softwarekonzern Oracle und der ChatGPT-Entwickler OpenAI.

US-Präsident Trump hatte Anfang August wegen dessen angeblicher China-Nähe noch den Rücktritt von Intel-Chef Tan gefordert - nach einem Treffen wenige Tage später mit dem Spitzenmanager war davon keine Rede mehr. Stattdessen gab es erste Berichte über einen Einstieg des Staates bei Intel.

(A.Nikiforov--DTZ)

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