Deutsche Tageszeitung - Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch

Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch


Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch
Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch / Foto: © AFP/Archiv

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht in der von der Regierung geplanten Aktivrente ein Mittel, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Diese setze "wichtige Anreize, dass Menschen, die das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben, ihren Erfahrungsschatz, ihr Wissen und ihre Leistungsbereitschaft weiter einsetzen", sagte Linnemann der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann äußerte sich dazu skeptisch.

Textgröße ändern:

Die Bundesregierung plant, künftig bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei zu stellen, wenn jemand nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter arbeitet und Geld hinzuverdient. "Wir können damit einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten", sagte dazu Linnemann. Zugleich sei die Aktivrente "ein wichtiger Baustein", um Leistung stärker zu honorieren.

Haßelmann äußerte hingegen Zweifel, ob sich durch die Aktivrente der Fachkräftemangel wirksam bekämpfen lasse. "Ich glaube, durch eine einzelne Maßnahme kriegen wir das nicht hin", sagte sie in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Allerdings sei es richtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie "Menschen ab 60, die gerne länger arbeiten wollen, auch länger arbeiten" könnten, sagte Haßelmann weiter. Dazu gehöre aber auch beispielsweise mehr Gesundheitsprävention.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Krise bei VW: Weitere Gespräche mit IG Metall über Vereinbarung aus 2024

Im Streit um den Sparkurs bei Volkswagen treffen sich am Freitag erneut Vertreterinnen und Vertreter von IG Metall, Betriebsrat und Management zu einem sogenannten Überprüfungsgespräch. Die Arbeitnehmervertreter fordern Antworten auf Fragen zur Zukunft der Werke des Autobauers bis in die 2030er Jahre. In der Tarifeinigung 2024 hatte das VW-Management eine Reihe von Zusagen zu Investitionen und neuen Produkten gemacht.

Finnland erteilt Betriebsgenehmigung für unterirdisches Endlager für Atommüll

Finnland hat den Betrieb des weltweit ersten Endlagers für abgebrannte Kernbrennstoffe genehmigt. Wie das Entsorgungsunternehmen Posiva am Donnerstag erklärte, soll das Lager in der Gemeinde Eurajoki im Südwesten Finnlands bald den Betrieb aufnehmen, ein genaues Datum steht demnach aber noch nicht fest. Der Bau des unterirdischen Lagers namens "Onkalo" - Finnisch für Höhle - war vor 22 Jahren begonnen worden.

Müll rausbringen und Abwaschen war einmal - Erleichterungen für Airbnb-Gäste

Vor dem Verlassen einer Airbnb-Unterkunft noch den Müll rausbringen oder das Geschirr spülen - das gehört künftig der Vergangenheit an: Die Plattform für Kurzzeitvermietungen verschärft ihre Vorgaben für Anbieter von Unterkünften. Diese dürfen ihren Gästen künftig deutlich weniger vorschreiben. Feedback von Airbnb-Nutzern habe ergeben, dass die bisherigen Regeln oft "verwirrend, einschränkend und schwer umsetzbar" seien, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Deshalb würden sie überarbeitet.

Steuerschätzung: Klingbeil sieht trotz Mehreinnahmen 2027 "keine neuen Spielräume"

Mehr Steuereinnahmen als erwartet, aber keine Luft für neue Entlastungen: Obwohl der Bund für das kommende Jahr mit zusätzlichen Einnahmen von 4,1 Milliarden Euro rechnen kann, sieht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) "keine neuen Spielräume" im Haushalt und verweist auf eine weiter notwendige Konsolidierung. Anlässlich der neuen Steuerschätzung erteilte er am Donnerstag auch den Forderungen aus den Ländern und der Wirtschaft nach einer Senkung der Stromsteuer für alle eine Absage.

Textgröße ändern: