Deutsche Tageszeitung - Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch

Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch


Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch
Linnemann sieht in Aktivrente Mittel gegen Fachkräftemangel - Grüne skeptisch / Foto: © AFP/Archiv

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht in der von der Regierung geplanten Aktivrente ein Mittel, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Diese setze "wichtige Anreize, dass Menschen, die das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben, ihren Erfahrungsschatz, ihr Wissen und ihre Leistungsbereitschaft weiter einsetzen", sagte Linnemann der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann äußerte sich dazu skeptisch.

Textgröße ändern:

Die Bundesregierung plant, künftig bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei zu stellen, wenn jemand nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter arbeitet und Geld hinzuverdient. "Wir können damit einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten", sagte dazu Linnemann. Zugleich sei die Aktivrente "ein wichtiger Baustein", um Leistung stärker zu honorieren.

Haßelmann äußerte hingegen Zweifel, ob sich durch die Aktivrente der Fachkräftemangel wirksam bekämpfen lasse. "Ich glaube, durch eine einzelne Maßnahme kriegen wir das nicht hin", sagte sie in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Allerdings sei es richtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie "Menschen ab 60, die gerne länger arbeiten wollen, auch länger arbeiten" könnten, sagte Haßelmann weiter. Dazu gehöre aber auch beispielsweise mehr Gesundheitsprävention.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Iran-Krieg: US-Inflation springt im März auf 3,3 Prozent

Im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA sprunghaft gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das waren 0,9 Prozentpunkte mehr als im Februar. Hauptgrund sind die durch den Krieg massiv erhöhten Öl- und Gaspreise.

Reiche für Direktzahlung zur Unterstützung von Pendlern in der Spritpreiskrise

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält direkte Finanzhilfen für Pendlerinnen und Pendler zur Entlastung von den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen für möglich. Der frühere Finanzminister Jörg Kukies (SPD) habe es geschafft, einen Direktzahlungsmechanismus über eine App einzurichten, dort seien rund 14 Millionen Kontodaten von Bürgerinnen und Bürgern hinterlegt. "Diesen Mechanismus kann man sehr wohl nutzen, um Pendler, die ganz besonders lange Strecken zu fahren haben, direkt zu entlasten und Geld zuzuweisen", sagte Reiche am Freitag den Sendern RTL und ntv.

"Arbeitsgespräch" bei Klingbeil: "Wertvoller Input" für Koalitionsausschuss

Beim Treffen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften und Unternehmensverbänden sind laut einer Ministeriumssprecherin Maßnahmen in der aktuellen Energiepreiskrise erörtert worden. Außerdem ging es um die generelle Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, wie die Sprecherin am Freitag mitteilte. Über die Inhalte des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Der Finanzminister werde die diskutierten Punkte als "wertvollen Input" mit in die weiteren Gespräche innerhalb der Bundesregierung nehmen.

Stefano Gabbana tritt als Unternehmenschef zurück - behält aber "kreative Rolle"

Führungswechsel beim italienischen Modehaus Dolce & Gabbana: Der 63-jährige Mitgründer Stefano Gabbana ist als Chef des Unternehmens zurückgetreten, behält aber seine "kreative Rolle", wie das Unternehmen Freitag mitteilte. Neuer Präsident des Modehauses wird der bisherige Geschäftsführer Alfonso Dolce, Bruder des Mitgründers Domenico Dolce.

Textgröße ändern: