Deutsche Tageszeitung - Studie: 82 Prozent erwarten Beitrag zu Zusammenhalt von Öffentlich-Rechtlichen

Studie: 82 Prozent erwarten Beitrag zu Zusammenhalt von Öffentlich-Rechtlichen


Studie: 82 Prozent erwarten Beitrag zu Zusammenhalt von Öffentlich-Rechtlichen
Studie: 82 Prozent erwarten Beitrag zu Zusammenhalt von Öffentlich-Rechtlichen / Foto: © AFP/Archiv

Eine große Mehrheit der Deutschen erwartet einer Studie zufolge vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dass er sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland einsetzt. Das geht aus einer Untersuchung mehrerer Forschungsinstitute in Zusammenarbeit mit den öffentlich-rechtlichen Sendern hervor, wie ARD, ZDF und Deutschlandradio am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilten. Befragt wurden für die repräsentative Studie im Frühjahr dieses Jahres 1351 Menschen ab 14 Jahren.

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Auch die übrigen Erwartungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind den Angaben zufolge hoch. 86 erhoffen sich "unabhängige und geprüfte Informationen". 83 Prozent erwarten, dass die Sender dazu beitragen, "dass unterschiedliche Gruppen unserer Gesellschaft miteinander ins Gespräch kommen". 80 Prozent erwarten, dass die Öffentlich-Rechtlichen "die Vielfalt möglicher Meinungen, Lebensweisen und Gemeinschaften in unserer Gesellschaft abbilden".

Rund drei Viertel der Menschen in Deutschland betrachten der Studie zufolge die gesellschaftliche Spaltung in Deutschland mit Sorge. Gleichzeitig berichteten zwei Drittel der Befragten von einem starken Zusammengehörigkeitserleben in ihrem persönlichen Umfeld.

Den Beitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zum gesellschaftlichen Zusammenhalt schätzen die Menschen der Studie zufolge als hoch ein. So landeten ARD, ZDF und Deutschlandradio bei der Frage nach dem jeweiligen Beitrag verschiedener Institutionen auf dem vierten Platz von zwölf - nach Sportvereinen, der Wissenschaft und dem Bundesverfassungsgericht.

Besonders bei jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren schneiden die öffentlich-rechtlichen Medien nach eigenen Angaben gut ab. 79 Prozent gaben an, dass Themen behandelt würden, die für die Gesellschaft wichtig seien. 68 fanden, dass die Sender zu Gesprächen in der Familie oder mit Freunden anregten.

Luft nach oben zeigte sich in der Studie laut ARD, ZDF und Deutschlandradio aber unter anderem bei den Themen Vielfalt und Dialog. So fanden nur 59 Prozent der Befragten, die Öffentlich-Rechtlichen richteten sich an alle Menschen in Deutschland. Nur 44 Prozent waren der Meinung, dass die Sender Dialogangebote zum eigenen Programm machten.

(W.Novokshonov--DTZ)

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