Deutsche Tageszeitung - Rund 20 US-Bundesstaaten wollen Zugang zu Abtreibungspille schützen

Rund 20 US-Bundesstaaten wollen Zugang zu Abtreibungspille schützen


Rund 20 US-Bundesstaaten wollen Zugang zu Abtreibungspille schützen
Rund 20 US-Bundesstaaten wollen Zugang zu Abtreibungspille schützen / Foto: © GETTY IMAGES/AFP/Archiv

Generalstaatsanwälte aus rund zwanzig US-Bundesstaaten haben angekündigt, den Zugang zu der in den USA bei Schwangerschaftsabbrüchen häufig eingesetzten Abtreibungspille Mifepriston schützen zu wollen. Nach Berichten, wonach die Regierung von Präsident Donald Trump eine Neubewertung der Sicherheit von Mifepriston eingeleitet hat, erklärten sie am Montag (Ortszeit): "Die Entscheidung, den Zugang zu diesem Medikament zu überprüfen, wurde als Reaktion auf einen wissenschaftlich unbegründeten Brief getroffen und ignoriert jahrzehntelange Forschungen, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Mifepriston belegen."

Textgröße ändern:

"Medizinische Entscheidungen sollten den Patienten, ihren Familien" und ihren Ärzten "überlassen werden – und sollten sich an der Wissenschaft orientieren, nicht an politischen Agenden", hieß es weiter in der Erklärung von Generalstaatsanwälten unter anderem aus den Bundesstaaten New York, Kalifornien, Minnesota und Arizona. "Wenn der Zugang zu Mifepriston in Frage gestellt wird, werden wir Maßnahmen ergreifen, um ihn zu schützen."

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und der Chef der US-Arnzeimittelbehörde FDA, Marty Makary, übermittelten Berichten zufolge einen Brief an 22 republikanische Generalstaatsanwälte, wonach die FDA eine Überprüfung der Abtreibungspille vornimmt.

Mifepriston wird in den USA bei den meisten Schwangerschaftsabbrüchen eingesetzt. Die Pille war in den Vereinigten Staaten erstmals im Jahr 2000 von der FDA zugelassen worden. In Deutschland wird Mifepriston unter dem Namen Mifegyne vertrieben.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Mindestens fünf Tote bei Unfall von Amazon-Frachtflugzeug an Flughafen Miami

Beim Unfall eines Frachtflugzeugs des Amazon-Konzerns am Flughafen Miami im US-Bundesstaat Florida sind den örtlichen Behörden zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, als das Flugzeug bei der Landung in Miami über die Landebahn hinausschoss, erklärte die Bezirksbürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Isar Aerospace: Erfolgreicher Start von Trägerrakete "nur ein erster Schritt"

Der erfolgreiche Flug der Trägerrakete Spectrum in die Erdumlaufbahn war nach den Worten des Chefs des bayerischen Startups Isar Aerospace, Daniel Metzler, nur "ein erster Schritt". "Das Ziel war nicht, nur eine Rakete zu starten, sondern viele Raketen zu starten", sagte Metzler am Sonntag bei einer Online-Pressekonferenz. Ein weiterer Startplatz in Kanada sei bereits im Bau, neben dem norwegischen Weltraumbahnhof Andöya, von dem aus Spectrum am Samstag als erste privat entwickelte Rakete vom europäischen Kontinent aus geflogen war. Das Unternehmen sei darüber hinaus mit mehr als zwei Dutzend Ländern im Gespräch, sagte Metzler weiter.

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Textgröße ändern: