Deutsche Tageszeitung - Inflation zieht weiter an: Preisanstieg im September voraussichtlich 2,4 Prozent

Inflation zieht weiter an: Preisanstieg im September voraussichtlich 2,4 Prozent


Inflation zieht weiter an: Preisanstieg im September voraussichtlich 2,4 Prozent
Inflation zieht weiter an: Preisanstieg im September voraussichtlich 2,4 Prozent / Foto: © AFP

Die Inflation hat im September erneut angezogen. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im August hatte der Preisanstieg 2,2 Prozent betragen, im Juli und Juni jeweils 2,0 Prozent.

Textgröße ändern:

Den Angaben nach ist der stärkere Anstieg vor allem auf die Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen: Im August waren diese noch um 2,4 Prozent gesunken, im Juli sogar um 3,4 Prozent. Im September sanken die Preise nach vorläufigen Daten nur noch um 0,7 Prozent.

Zugleich legten die Preise für Dienstleistungen noch stärker zu. Der Preisanstieg im September betrug hier 3,4 Prozent, nach 3,1 Prozent im August. Der Dienstleistungssektor ist seit Monaten der treibende Faktor für die Inflation.

Der Anstieg der Lebensmittelpreise schwächte sich hingegen ab. Mit 2,1 Prozent verteuerten sich Nahrungsmittel den vorläufigen Daten nach im September unterdurchschnittlich stark. Im August hatte dieser Anstieg noch bei 2,5 Prozent gelegen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Wegner fordert schnelle Entlastungen bei Spritpreisen

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat angesichts hoher Spritpreise schnelle Entlastungen gefordert. "Die Menschen brauchen jetzt die Entlastung", sagte Wegner am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Die Belastungen seien mittlerweile "unzumutbar" für die Menschen und Unternehmen. Wegner sprach sich dafür aus, vorübergehend die CO2-Bepreisung mindestens zu senken oder "vielleicht sogar auszusetzen". Zudem brauche es einen Spritpreisdeckel, forderte Wegner.

Energiepreisschock: Inflation steigt im März auf 2,7 Prozent

Die sprunghaft gestiegenen Preise für Benzin, Diesel und Heizöl haben die Inflationsrate im März auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren getrieben: Sie lag bei 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte und damit seine erste Schätzung bestätigte. Im Februar hatte sich die Teuerung noch auf 1,9 Prozent abgeschwächt. Ähnlich hoch wie im März war sie zuletzt im Januar 2024 mit 2,9 Prozent gewesen.

Iran-Krieg: Geschäftsklima der Reisebranche deutlich verschlechtert

Das Geschäftsklima bei Reisebüros und -veranstaltern hat sich wegen des Iran-Krieges deutlich verschlechtert: Der Branchenindikator des Ifo fiel von minus 14,8 Punkten im Februar auf minus 41,7 Punkte im März, wie das Institut in München am Freitag mitteilte. Die geopolitische Situation führe zu hoher Verunsicherung bei Reisenden und Reiseunternehmen, besonders für Reisen über die Golfstaaten im Nahen Osten.

Eintägiger Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa hat begonnen

Bei der Lufthansa hat am Freitag ein eintägiger Streik des Kabinenpersonals begonnen. Am Flughafen Frankfurt am Main wurden am Morgen mehrere Flüge annulliert, wie auf der Website des Flughafens zu sehen war. Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat bis 22.00 Uhr zum Streik bei der Kernmarke Lufthansa und der Tochter Cityline aufgerufen.

Textgröße ändern: