Deutsche Tageszeitung - Anstieg der Pkw-Neuzulassungen im September - Aufwind für Elektro und Hybrid

Anstieg der Pkw-Neuzulassungen im September - Aufwind für Elektro und Hybrid


Anstieg der Pkw-Neuzulassungen im September - Aufwind für Elektro und Hybrid
Anstieg der Pkw-Neuzulassungen im September - Aufwind für Elektro und Hybrid / Foto: © AFP/Archiv

Im September sind in Deutschland deutlich mehr Autos neu zugelassen worden als im Vorjahresmonat. Mit 235.528 Neuzulassungen wurde der Vorjahreswert um 12,8 Prozent übertroffen, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mitteilte. Laut KBA legten besonders Zulassungen von E-Autos weiter zu.

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Das Plus bei batterieelektischen Fahrzeugen lag bei 31,9 Prozent, 45.495 E-Autos wurden neu zugelassen. Deren Anteil an den Neuzulassungen stieg damit auf 19,3 Prozent. Ein Plus um 28,9 Prozent auf 97.212 Pkw verzeichnete das Kraftfahrtbundesamt bei Hybridfahrzeugen. Darunter waren 27.685 Plug-in-Hybride, deren Zahl um sogar 85,4 Prozent zunahm. Insgesamt betrug der Anteil der Hybrid-Fahrzeuge im September 41,3 Prozent.

63.047 Pkw neu zugelassene Pkw verfügten über einen Benzinantrieb, 5,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das KBA ausführte. Ein Minus um 7,2 Prozent auf 28.871 Pkw gab es bei Dieselfahrzeugen. Der Anteil der Benziner und Diesel-Pkw betrug zusammen noch 39,1 Prozent. Hinzu kamen 891 Pkw mit Flüssiggasantrieb. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,8 Prozent auf 102,8 Gramm pro Kilometer.

"Die Zuwächse täuschen", erklärte allerdings der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn zu den Zulassungszahlen. "Sie finden in einem insgesamt schwachen und rückläufigen Markt statt." Speziell die Nachfrage nach batterieelektrischen Modellen werde trotz der Zuwächse noch immer zu wenig durch Privatkunden getrieben.

Nach Angaben der Beratungsfirma EY wurden in einem September noch nie mehr E-Autos verkauft. Im bisherigen Jahresverlauf stieg der Absatz zudem um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings liegt dies vor allem an den schwachen Zahlen im Jahr 2024, nachdem die Umweltprämie abgeschafft worden war. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2023 lagen die E-Auto-Absätze ein Prozent niedriger.

"Wir haben es mit einer anhaltend schwierigen Situation auf dem deutschen und insgesamt auf dem europäischen Neuwagenmarkt zu tun", erklärte der EY-Experte Constantin Gall. "Die Wirtschaftslage in Deutschland bleibt trüb, zunehmend treten massive strukturelle Probleme des Standorts Deutschland zutage, die Stimmung bei Unternehmen wie Verbrauchern ist schlecht." Er sehe in dem Absatz-Plus im September nicht den Beginn einer Trendwende. EY wies auch darauf hin, der zahlenmäßige Anstieg bei den Zulassungen insgesamt werde dadurch verstärkt, dass der September in diesem Jahr einen Arbeitstag mehr hatte als im Vorjahr.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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