Deutsche Tageszeitung - Für Angriffe in Karibik zuständiger US-Admiral tritt überraschend zurück

Für Angriffe in Karibik zuständiger US-Admiral tritt überraschend zurück


Für Angriffe in Karibik zuständiger US-Admiral tritt überraschend zurück
Für Angriffe in Karibik zuständiger US-Admiral tritt überraschend zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der für den umstrittenen Einsatz der US-Armee in der Karibik zuständige Marineadmiral Alvin Holsey hat überraschend seinen Rücktritt verkündet. "Mit Wirkung zum 12. Dezember 2025 werde ich aus der US-Marine ausscheiden", hieß es in einer Erklärung Holseys, die das Südliche Kommando der US-Armee am Donnerstag im Onlinedienst X veröffentlichte. Holsey hatte seinen Dienst erst vor einem Jahr angetreten.

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Holsey nannte in seiner Rücktrittserklärung keine Gründe für den Schritt. Es sei "eine Ehre gewesen, mehr als 37 Jahre lang unserem Land und dem amerikanischen Volk zu dienen und die Verfassung zu unterstützen und zu verteidigen", erklärte der Admiral.

Holsey war als Leiter des Südlichen Kommandos der US-Armee zuständig für Zentral- und Südamerika und damit den umstrittenen Einsatz der US-Armee in der Karibik. Dort hatten sich die Spannungen zwischen Venezuela und den USA in den vergangenen Wochen erheblich verschärft, nachdem US-Präsident Donald Trump Kriegsschiffe in die Karibik entsandt hatte, die nach seinen Angaben den Drogenschmuggel bekämpfen sollen. Dabei griffen die US-Schiffe mehrfach kleine Boote an, die angeblich Drogen transportiert hatten. Insgesamt wurden bei den bisherigen US-Militäreinsätzen gegen angebliche Drogenboote den US-Behörden zufolge mindestens 27 Menschen getötet.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar sind zahlreiche hochrangige Militärs und Geheimdienstvertreter gefeuert worden. So traf es im Februar US-Generalstabschef Charles "CQ" Brown. Entlassen wurden im Laufe der Monate auch der Chef des Nachrichtendienstes NSA, General Timothy Haugh, der Chef des Militärgeheimdienst DIA, Generalleutnant Jeffrey Kruse, sowie die Spitzen von Marine und Küstenwache. Luftwaffen-Chef David Allvin gab ebenfalls ohne Angabe von Gründen seinen vorzeitigen Rückzug bekannt.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat erklärt, Trump habe das Recht, sich sein militärisches Führungspersonal auszusuchen. Die oppositionellen Demokraten warnen aber vor einer möglichen politischen Vereinnahmung der zu parteipolitischer Neutralität verpflichteten US-Streitkräfte.

(G.Khurtin--DTZ)

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