Deutsche Tageszeitung - Ex-McLaren-Chef Leiters soll Blume an der Spitze von Porsche ablösen

Ex-McLaren-Chef Leiters soll Blume an der Spitze von Porsche ablösen


Ex-McLaren-Chef Leiters soll Blume an der Spitze von Porsche ablösen
Ex-McLaren-Chef Leiters soll Blume an der Spitze von Porsche ablösen / Foto: © AFP

Michael Leiters, bis April Chef des britischen Autobauer Mclaren, könnte Oliver Blume an der Spitze von Porsche ablösen. Das Präsidium des Porsche-Aufsichtsrats teilte am Freitag mit, dass Gespräche mit Blume über ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Vorstand aufgenommen worden seien. Leiters sei als möglicher Nachfolger im Gespräch. Blume soll demnach Chef des VW-Konzerns bleiben, der Rückzug von der Unternehmensleitung des Tochterunternehmens Porsche hatte sich angedeutet.

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Mehrere Medien hatten am Freitagmorgen berichtet, dass die Suche nach einem Nachfolger für Blume an der Porsche-Spitze abgeschlossen sei. Das Präsidium des Aufsichtsrats erklärte dazu, Leiters stehe dafür "zur Verfügung". Es würden nun "Verhandlungen aufgenommen". Der Manager hatte bereits 13 Jahre lang bei Porsche gearbeitet, außerdem bei Ferrari. Im Juli 2022 übernahm er bei McLaren.

Über das Ende der seit jeher umstrittenen Doppelrolle von Blume als Porsche- und Konzernchef war schon länger spekuliert worden. Im Sommer hatte es erste Berichte gegeben, dass die Suche nach einem Nachfolger für den Posten bei dem Stuttgarter Luxusautobauer angelaufen sei. Blume will sich demnach mehr auf seine Aufgabe als Konzernchef konzentrieren.

Das Präsidium des Aufsichtrats bestätigte nun, dass Blume im Fall seiner Ablöse bei Porsche Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG bleiben würde. Der 57-Jährige steht seit zehn Jahren an der Spitze des Stuttgarter Luxusautobauers. Vor drei Jahren übernahm er nach dem Rücktritt von Herbert Diess auch den Konzern-Vorsitz in Wolfsburg. Porsche war zuletzt allerdings zum Sorgenkind im VW-Konzern avanciert.

Die Nachfrage nach Sportwagen mit E-Motor entwickelte sich schlechter als erwartet. In China brach das Geschäft ein und für den Export in die USA werden mittlerweile hohe Zölle fällig. Anfang September hatte Porsche seinen Platz im deutschen Aktienindex (Dax) eingebüßt. Später kündigte das Unternehmen an, mehrere vollelektrische Modelle verzögert auf den Markt zu bringen. Das Projekt für die unternehmenseigene Batterienproduktion war zuvor bereits eingestampft worden.

(O.Zhukova--DTZ)

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