Deutsche Tageszeitung - Kleinste Weinernte seit 2010 in Deutschland - Qualität aber "ausgesprochen gut"

Kleinste Weinernte seit 2010 in Deutschland - Qualität aber "ausgesprochen gut"


Kleinste Weinernte seit 2010 in Deutschland - Qualität aber "ausgesprochen gut"
Kleinste Weinernte seit 2010 in Deutschland - Qualität aber "ausgesprochen gut" / Foto: © AFP

Die Weinernte in Deutschland wird in diesem Herbst so gering ausfallen wie seit Jahren nicht: Laut den endgültigen Schätzungen aus allen 13 Weinbaugebieten werden in diesem Jahr voraussichtlich nur 7,3 Millionen Hektoliter Weinmost erwartet, wie das Deutsche Weininstitut in Bodenheim am Dienstag mitteilte. Das wäre die niedrigste Menge seit 2010, als 7,1 Millionen Hektoliter geerntet worden waren. Die Qualität der Weine in diesem Jahr sei aber "ausgesprochen gut".

Textgröße ändern:

Grund für die geringere Ernte 2025 sind laut Weininstitut insbesondere kleinere Traubenbeeren. Zudem mussten die Winzerinnen und Winzer die Trauben nach den starken Niederschlägen in der zweiten Septemberhälfte intensiv selektionieren, das habe die Ausbeute zusätzlich geschmälert.

Eine deutlich geringere Erntemenge meldeten die vier größten Weinbaugebiete: Rheinhessen, Pfalz, Baden und Württemberg. So liegt die geschätzte Menge allein in Rheinhessen um 23 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt, in der Pfalz sind es 18 Prozent weniger, in Baden 15 Prozent und in Württemberg 22 Prozent weniger. Auch an der Nahe, im Rheingau und im Anbaugebiet Hessische Bergstraße werden Rückgänge im zweistelligen Bereich erwartet.

Auf gute Erträge freuen sich laut Weininstitut vor allem Saale und Saale-Unstrut sowie die Ahr - sie hatten im vergangenen Jahr sehr stark unter extremen Spätfrostschäden gelitten und verzeichnen dementsprechend dreistellige prozentuale Zuwächse. Auch in den Gebieten Mosel und Franken liegen die Erntemengen leicht über dem Durchschnittsniveau.

Die Weinqualitäten werden wegen der hohen Traubenreife in allen 13 Anbaugebieten als ausgesprochen gut eingeschätzt: "Die Traubenbeeren blieben in diesem Jahr zwar oftmals kleiner, dafür waren sie aber umso aromatischer, was sehr konzentrierte und fruchtige Weine erwarten lässt", erklärte der Sprecher des Weininstituts Ernst Büscher.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Bundesverkehrsminister: Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer "spannende Idee"

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) unterstützt die Idee, ein neues Ticket für gelegentliche Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel in ganz Deutschland einzuführen. "Das Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer ist eine spannende Idee. Denn ein einfacher Zugang zu den Angeboten von Bus und Bahn ist wichtig", sagte der Minister dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe). Die Digitalisierung könne dazu neue Möglichkeiten schaffen.

"Rassistischer Terroranschlag": Ein Toter bei Angriff in Pariser Vorstadt

Bei einem offenbar rassistisch motivierten Anschlag auf offener Straße im Großraum Paris hat ein Mann einen Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach am Freitag von einem "rassistischen Terroranschlag". Der polizeibekannte Angreifer konnte festgenommen werden. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen zu dem Angriff, bei dem auch ein zwölfjähriges Mädchen schwer verletzt wurde.

Weißes Haus: Melania Trump vermittelt Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky

First Lady Melania Trump hat nach US-Angaben eine befristete Waffenruhe in einer von Russland besetzten Stadt im Süden der Ukraine erreicht. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump habe "erfolgreich eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine bewirkt, die auf die Stadt Oleschky begrenzt ist", erklärte ihr Büro im Weißen Haus am Freitag. Die Waffenruhe solle ab dem kommenden Donnerstag gelten.

VW und IG Metall beharren im Streit um gekündigte Tarifverträge auf Positionen

Keine Annäherung im Streit um den massiven Sparkurs bei Volkswagen: Der Autobauer beharrte nach einem Krisentreffen am Freitag auf der Position, "angesichts der drastisch verschlechterten wirtschaftlichen Lage (...) so schnell wie möglich die Arbeitskosten zu senken". Ein Angebot zu Verhandlungen über Transfergesellschaften für bisherige Beschäftigte lehnte die IG Metall kategorisch ab. Die Gewerkschaft drohte mit Streiks ab dem Jahresende.

Textgröße ändern: