Deutsche Tageszeitung - Neuer Nachtzug nach Berlin: European Sleeper kündigt Verbindung von Paris ab März an

Neuer Nachtzug nach Berlin: European Sleeper kündigt Verbindung von Paris ab März an


Neuer Nachtzug nach Berlin: European Sleeper kündigt Verbindung von Paris ab März an
Neuer Nachtzug nach Berlin: European Sleeper kündigt Verbindung von Paris ab März an / Foto: © AFP

Erst im September war das Ende der Nightjet-Verbindung von Paris nach Berlin bekannt geworden - jetzt will der Nachtzug-Anbieter European Sleeper diese Lücke zumindest teilweise füllen: Ab kommendem Frühjahr werde dreimal wöchentlich ein Nachtzug zwischen den beiden Hauptstädten verkehren, kündigte das belgisch-niederländische Unternehmen am Mittwoch an. Startschuss für die neue Verbindung ist demnach am 26. März in Paris.

Textgröße ändern:

Die Abfahrten von Paris sind laut European Sleeper für Sonntag-, Dienstag- und Donnerstagabend geplant, mit Ankunft in Berlin am nächsten Morgen. Zurück in die französische Metropole sollen die Züge von Berlin aus dann montags, mittwochs und freitags rollen.

Tickets sollen voraussichtlich ab dem 16. Dezember verfügbar sein; die Preise sollen nach Unternehmensangaben denen der Nightjet-Verbindung ähneln. Zudem soll es laut European Sleeper verschiedene Reiseklassen geben, was die Reise für ein breites Spektrum an Fahrgästen erschwinglich mache, von preisbewussten Reisenden bis hin zu denjenigen, die "zusätzlichen Komfort" suchten.

Noch Ende September hatte die Renaissance des Nachtzug-Verkehrs in Europa, deren Befürworter unter anderem auf die Nachhaltigkeit dieses Verkehrsträgers verweisen, einen Rückschlag erlitten. Damals hatten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mitgeteilt, dass die Nightjet-Verbindung zwischen Berlin und Paris zum 14. Dezember eingestellt werde - nur zwei Jahre nach ihrem Start.

Das Unternehmen begründete dies mit der Streichung von Fördermitteln des französischen Staates für den Nachtzugverkehr. Deshalb habe bedauerlicherweise neben der Nachtzug-Verbindung von Paris nach Berlin auch die Verbindung von Paris nach Wien nicht mehr angeboten werden können.

Zuvor war das Wiederaufleben der Nachtzüge in Europa vor allem auf das Konto der ÖBB zurückgegangenen. Sie hatten 2016 die letzten deutschen Schlafwagen aufgekauft, um sie zu renovieren. Zudem ließ sie von Siemens moderne Schlafwagen entwickeln, die unter anderem abschließbare Einzelkabinen und Familienabteile bieten.

Das 2021 gegründete Unternehmen European Sleeper betreibt hingegen bislang erst eine sogenannte "Good Night Train"-Verbindung, bei der Brüssel, Amsterdam, Berlin, Dresden und Prag anfahren werden. Nach Unternehmensangaben wurden bislang 230.000 Passagiere transportiert.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Venezuelas Übergangspräsidentin kündigt Lohnerhöhung an

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat eine Erhöhung der durch jahrelange Inflation und wirtschaftlichen Zusammenbruch ausgehöhlten Löhne in dem südamerikanischen Land angekündigt. Die "verantwortungsvolle" Erhöhung der Löhne werde am 1. Mai umgesetzt werden, sagte Rodríguez am Mittwoch (Ortszeit) in einer Fernsehansprache, ohne weitere Details zu nennen. Wirtschaftliche "Fehler" der Vergangenheit müssten "korrigiert" werden, fügte sie hinzu.

Wirtschaftsweiser Felbermayr erwartet dauerhaft hohe Benzin- und Dieselpreise

Trotz der jüngsten Entspannung an den Ölmärkten werden die Spritpreise in Deutschland nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Gabriel Felbermayr auch in den nächsten Monaten auf hohem Niveau bleiben. "Tankstellenpreise von unter zwei Euro sind illusorisch", sagte Felbermayr der "Welt" (Donnerstagsausgabe). Auch wenn sich die Lage im Nahen Osten weiter beruhige, müsse sich "das gesamte System erst in ein neues Gleichgewicht bewegen".

Al-Dschasira: Journalist im Gazastreifen bei israelischem Drohnenangriff getötet

Im Gazastreifen ist nach Angaben des katarischen Nachrichtensenders Al-Dschasira einer seiner Mitarbeiter bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Der für den Sender tätige Journalist Mohammed Wascheha sei getötet worden, als ein israelischer Drohnenangriff am Mittwoch sein Auto in der Stadt Gaza getroffen habe, berichtete der Sender. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht dazu.

USA fordern von Iran sofortige Öffnung der Straße von Hormus

Die USA haben den Iran zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormus gedrängt. Präsident Donald Trump erwarte, dass die Meerenge "unverzüglich, schnell und sicher wieder geöffnet" werde, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch in Washington. Jede Schließung sei "völlig inakzeptabel".

Textgröße ändern: