Deutsche Tageszeitung - Online-Händler Alibaba weist Bericht über Hilfe für Chinas Armee gegen USA zurück

Online-Händler Alibaba weist Bericht über Hilfe für Chinas Armee gegen USA zurück


Online-Händler Alibaba weist Bericht über Hilfe für Chinas Armee gegen USA zurück
Online-Händler Alibaba weist Bericht über Hilfe für Chinas Armee gegen USA zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der chinesische Online-Handelsriese Alibaba hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach er "technische Unterstützung'" für Aktionen des chinesischen Militärs gegen US-Ziele leiste. Der in der Nacht zum Samstag von der "Financial Times" veröffentlichte Bericht sei "komplett falsch", sagte ein Sprecher der Alibaba-Gruppe der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

Der "Financial Times" zufolge heißt es in einem Dokument aus dem Weißen Haus, Alibaba gebe Kundendaten wie "IP-Adressen, WLAN-Informationen und Aufzeichnungen zum Zahlungsverkehr" an die chinesischen Behörden und die Volksbefreiungsarmee weiter. Der Zeitung zufolge konnte sie diese Angaben nicht unabhängig überprüfen. Das Weiße Haus gehe jedoch von einer Gefährdung für die Sicherheit der USA aus.

Der Alibaba-Sprecher bezeichnete das von der "Financial Times" zitierte Dokument als "bösartige PR-Aktion", die ganz offensichtlich "von einer schurkischen Stimme stammt, die das jüngste Handelsabkommen von Präsident Trump mit China untergraben will".

Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in den USA wies die in dem Papier aufgestellten Behauptungen ebenfalls zurück. "Die chinesische Regierung wird niemals Unternehmen oder Einzelpersonen auffordern, in einem Verstoß gegen örtliche Gesetze Daten in anderen Ländern zu sammeln", erklärte er im Onlinedienst X.

Am Donnerstag hatte das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte kalifornische Unternehmen Anthropic berichtet, es habe eine weitgehend autonom von KI gesteuerte Kampagne zur Cyber-Spionage aufgedeckt und zerschlagen. Die Aktion sei einer "vom chinesischen Staat unterstützten Gruppe" namens GTG-1002 zuzuschreiben, erklärte Anthropic.

Der chinesische Außenministeriumssprecher Lin Jian sagte am Freitag zu dem Bericht, er sei "mit den Einzelheiten nicht vertraut".

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Forscher: Tausende OpenAI-KI-Agenten kapern deutsche Website

Tausende autonome KI-Agenten des US-Technologieunternehmens OpenAI haben einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge eigenmächtig eine deutsche Programmierer-Website gekapert. Auf der frei bearbeitbaren Plattform DSEwiki hinterließen sie demnach rund 18.000 Beiträge, in denen sie Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren austauschten.

Textgröße ändern: