Deutsche Tageszeitung - Medienbericht: Geplante Eröffnung von Stuttgart 21 wird erneut verschoben

Medienbericht: Geplante Eröffnung von Stuttgart 21 wird erneut verschoben


Medienbericht: Geplante Eröffnung von Stuttgart 21 wird erneut verschoben
Medienbericht: Geplante Eröffnung von Stuttgart 21 wird erneut verschoben / Foto: © AFP

Die für Ende 2026 geplante Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs in Stuttgart ist einem Medienbericht zufolge abgesagt. Bahn-Chefin Evelyn Palla habe die Eröffnung des Großprojekts Stuttgart 21 wegen technischer Probleme verschoben, berichtete am Mittwoch der "Spiegel" unter Berufung auf Konzernkreise. Das habe Palla dem Aufsichtsrat und den Projektpartnern am Mittwoch mitgeteilt.

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Die Planungen für Stuttgart 21, die einen neuen Hauptbahnhof, weitere Haltestellen sowie eine Reihe neuer Strecken im Raum Stuttgart vorsehen, sind inzwischen Jahrzehnte alt. Bei Baubeginn war die Inbetriebnahme für Ende 2019 anvisiert worden. Im Juli dieses Jahr hatte die DB mitgeteilt, ab Dezember 2026 sollten der Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs über den neuen Bahnhof fahren. Ein Teil des Regionalverkehrs solle hingegen bis Sommer 2027 weiter zum alten oberirdischen Kopfbahnhof fahren.

Der "Spiegel" berichtete, Analysen der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH sowie des Beratungsunternehmens PWC hätten im Sommer gezeigt, dass es mit dem geplanten Eröffnungsdatum erhebliche Risiken gäbe. Nach einer weiteren Überprüfung habe Palla jetzt die Reißleine gezogen.

Grund für die Verzögerung sind dem Bericht zufolge technische Probleme am sogenannten Digitalen Knoten Stuttgart – einem Pilotprojekt, mit dem die Leit- und Sicherungstechnik der Bahn im Großraum Stuttgart digitalisiert wird. Offenbar gebe es Probleme mit der Zulassung und Freigabe von Technik des japanischen Konzerns Hitachi, einem zentralen Projektpartner der Bahn beim Digitalen Knoten, schreibt das Magazin.

Einen neuen Termin für die Eröffnung nannte Palla demnach bislang nicht: Ein solcher könne voraussichtlich erst Mitte des kommenden Jahres genannt werden, wenn ein valides Konzept für die Fertigstellung der Arbeiten vorliege, verlautet es laut "Spiegel" aus dem Konzern. Andernfalls drohe ein weiterer Vertrauensverlust.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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