Deutsche Tageszeitung - Bundesweiter Vorlesetag: Mehr als eine Million Vorleser und Zuhörer

Bundesweiter Vorlesetag: Mehr als eine Million Vorleser und Zuhörer


Bundesweiter Vorlesetag: Mehr als eine Million Vorleser und Zuhörer
Bundesweiter Vorlesetag: Mehr als eine Million Vorleser und Zuhörer / Foto: © AFP/Archiv

Am bundesweiten Vorlesetag haben sich am Freitag wieder mehr als eine Million Vorleser und Zuhörer beteiligt. Auch Politiker wie Kanzleramtschef Thorsten Frei und Bundesbildungsministerin Karin Prien (beide CDU) sowie Prominente wie der Fernsehmoderator Julian Janssen lasen Kindern vor. Nach Angaben einer Sprecherin der Stiftung Lesen ist die Dunkelziffer bei den Teilnehmerzahlen allerdings "enorm", da bei weitem nicht alle Aktionen offiziell angemeldet seien.

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Der Vorlesetag, der bereits seit 2004 stattfindet, stand in diesem Jahr unter dem Motto "Vorlesen spricht Deine Sprache". Den Organisatoren zufolge sollte das Motto deutlich machen, wie vielseitig Vorlesen ist und gleichzeitig zeigen, dass jede einzelne Sprache und Stimme zählt.

Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich um Deutschlands größtes Vorlesefest. Vorgelesen wird an Kitas und Schulen, in Gemeindezentren, Büchereien, Bahnhöfen und viele anderen Orten. Ziel ist es, Kinder und Erwachsene für das Vorlesen zu begeistern und Menschen für ein freiwilliges Engagement in der Leseförderung zu gewinnen. Der bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative der Wochenzeitung "Die Zeit", der Stiftung Lesen und der Deutsche-Bahn-Stiftung.

Am digitalen Vorlesefest auch in anderen Sprachen wie Kurdisch und Spanisch beteiligten sich unter anderem der Comedian Özcan Cosar, Musiker Florian Sump von der Band Deine Freunde und Moderatorin Susanne Daubner. Die Videos wurden auf der Website des Bundesweiten Vorlesetags veröffentlicht.

Die Deutsche Bahn stellte zudem an bundesweit 13 Bahnhöfen Großplakate mit Kurzfassungen literarischer Werke auf, um Reisenden die Wartezeiten zu verkürzen. Am Berliner Hauptbahnhof konnten Reisende unter anderem eine verkürzte Version von Franz Kafkas "Die Verwandlung" und in Cottbus Jules Vernes "20.000 Meilen unter dem Meer" lesen. Mit Hilfe von KI wurden die Werke auf fünf, zehn, 20 oder 30 Minuten Lesezeit zusammengefasst. An 37 Bahnhöfen, unter anderem in Dresden, Frankfurt am Main und Mannheim, gab es Vorleseaktionen für angemeldete Kindergruppen.

(P.Tomczyk--DTZ)

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