Deutsche Tageszeitung - Stimmung in den Unternehmen verschlechtert sich wieder leicht

Stimmung in den Unternehmen verschlechtert sich wieder leicht


Stimmung in den Unternehmen verschlechtert sich wieder leicht
Stimmung in den Unternehmen verschlechtert sich wieder leicht / Foto: © AFP

Die Stimmung in den Unternehmen in Deutschland hat sich im November wieder leicht verschlechtert. Angesichts von pessimistischeren Erwartungen für die kommenden Monate sank der Ifo-Geschäftsklimaindex von 88,4 Zählern im Oktober auf nunmehr 88,1 Punkte, wie das Münchner Institut am Montag mitteilte. "Die deutsche Wirtschaft zweifelt an einer baldigen Erholung." Ihre aktuelle Lage bewerteten die Firmen etwas besser - mit 85,6 statt zuvor 85,3 Punkten.

Textgröße ändern:

Der Index fiel laut Ifo-Institut im Verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe. In beiden Bereichen verschlechterten sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen. Mit den laufenden Geschäften zeigten sich die Firmen im Verarbeitenden Gewerbe "etwas zufriedener", bei den Unternehmen im Bauhauptgewerbe verzeichnete das Institut einen "klaren Aufwärtstrend" bei der aktuellen Lage.

Bei den Dienstleistern hellte sich die Stimmung erneut auf - allerdings trübten sich die Aussichten leicht ein. Im Handel gab das Geschäftsklima nach, wie das Institut weiter mitteilte. "Insbesondere der Einzelhandel zeigte sich zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts enttäuscht", erklärten die Forschenden.

Der Index des Instituts basiert auf etwa 9000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes. Die Unternehmen werden dafür gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

USA fordern von Iran sofortige Öffnung der Straße von Hormus

Die USA haben den Iran zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormus gedrängt. Präsident Donald Trump erwarte, dass die Meerenge "unverzüglich, schnell und sicher wieder geöffnet" werde, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch in Washington. Jede Schließung sei "völlig inakzeptabel".

Kabinenpersonal bei der Lufthansa am Freitag zu Streik aufgerufen

Bei der Lufthansa ist das Kabinenpersonal für Freitag zum Streik aufgerufen. Bestreikt werden sollten zwischen 00.01 und 22:00 Uhr Abflüge der Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt am Main und München, teilte die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) am Mittwoch mit. Grund seien die gescheiterten Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag.

Experten rechnen trotz Iran-Waffenruhe noch monatelang mit wirtschaftlichen Folgen

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges gegen den Iran werden voraussichtlich noch monatelang zu spüren sein. Der Chef der Internationalen Energie-Agentur, Fatih Birol, sprach von "vielen Monaten, wenn nicht Jahren", die eine Normalisierung dauern werde. Energieanalysten hoben die Lage bei Flüssigerdgas (LNG) hervor: Viele Produktionsanlagen in Nahost seien beschädigt. Der Reeder Hapag-Lloyd, kündigte an, die Straße von Hormus vorerst weiter zu meiden.

Nach Feuerpausen-Einigung: Sofortige Preissenkungen an Tankstellen bleiben aus

Nach der Einigung auf eine Feuerpause im Iran-Krieg sind Hoffnungen auf sofortige Preissenkungen an den deutschen Tankstellen enttäuscht worden. Am Mittag stiegen die Diesel- und Benzinpreise am Mittwoch erneut um gut fünf und knapp sechs Cent, wie der ADAC mitteilte. Die Bundesregierung mahnte "Realismus" an: Die Lage auf den Weltmärkten für Energie sei weiterhin unsicher. Die Debatte um mögliche Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher lief weiter.

Textgröße ändern: