Deutsche Tageszeitung - VW kann Autos nun vollständig in China entwickeln und bauen

VW kann Autos nun vollständig in China entwickeln und bauen


VW kann Autos nun vollständig in China entwickeln und bauen
VW kann Autos nun vollständig in China entwickeln und bauen / Foto: © AFP

Volkswagen kann neue Autos nun nach eigenen Angaben vollständig in China entwickeln und dort bauen. "Der Volkswagen-Konzern hat die letzte Ausbaustufe seines Technologie- und Innovationscenters in Hefei erfolgreich abgeschlossen", erklärte das Wolfsburger Unternehmen am Dienstag. Damit könnten neue Modelle "zum ersten Mal in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns (...) vollständig außerhalb Deutschlands entwickelt und mit allen Freigabeprozessen zur Marktreife gebracht werden".

Textgröße ändern:

"China ist der wettbewerbsintensivste und innovationsstärkste Automobilmarkt der Welt", erklärte VW-China-Chef Ralf Brandstätter. "Durch den Ausbau unserer Kapazitäten in Hefei stärken wir unsere Fähigkeit, sehr schnell auf lokale Bedürfnisse zu reagieren." VW wolle "der weltweite Technologie-Treiber der Automobilindustrie" werden und dafür seine "Position auf dem weltgrößten Automobilmarkt nachhaltig" festigen, erklärte Konzernchef Oliver Blume.

Deutsche Autohersteller sind in den vergangenen Jahren in China stark unter Druck geraten. Wegen des Wettbewerbs aufstrebender örtlicher Konkurrenten brachen die Umsätze ein. Nach Daten des Beratungsunternehmens Jato Dynamics hatten chinesische Automobilhersteller im vergangenen Jahr einen Anteil von fast 60 Prozent am heimischen Markt, gegenüber 35 Prozent im Jahr 2019.

Das neue Forschungszentrum in Hefei, im Südosten Chinas, entwickelt den Angaben nach ausschließlich Elektrofahrzeuge. Die Autos sind neben dem chinesischen Markt auch für Südostasien und den Nahen Osten bestimmt.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Bundesverkehrsminister: Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer "spannende Idee"

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) unterstützt die Idee, ein neues Ticket für gelegentliche Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel in ganz Deutschland einzuführen. "Das Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer ist eine spannende Idee. Denn ein einfacher Zugang zu den Angeboten von Bus und Bahn ist wichtig", sagte der Minister dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe). Die Digitalisierung könne dazu neue Möglichkeiten schaffen.

"Rassistischer Terroranschlag": Ein Toter bei Angriff in Pariser Vorstadt

Bei einem offenbar rassistisch motivierten Anschlag auf offener Straße im Großraum Paris hat ein Mann einen Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach am Freitag von einem "rassistischen Terroranschlag". Der polizeibekannte Angreifer konnte festgenommen werden. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen zu dem Angriff, bei dem auch ein zwölfjähriges Mädchen schwer verletzt wurde.

Weißes Haus: Melania Trump vermittelt Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky

First Lady Melania Trump hat nach US-Angaben eine befristete Waffenruhe in einer von Russland besetzten Stadt im Süden der Ukraine erreicht. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump habe "erfolgreich eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine bewirkt, die auf die Stadt Oleschky begrenzt ist", erklärte ihr Büro im Weißen Haus am Freitag. Die Waffenruhe solle ab dem kommenden Donnerstag gelten.

VW und IG Metall beharren im Streit um gekündigte Tarifverträge auf Positionen

Keine Annäherung im Streit um den massiven Sparkurs bei Volkswagen: Der Autobauer beharrte nach einem Krisentreffen am Freitag auf der Position, "angesichts der drastisch verschlechterten wirtschaftlichen Lage (...) so schnell wie möglich die Arbeitskosten zu senken". Ein Angebot zu Verhandlungen über Transfergesellschaften für bisherige Beschäftigte lehnte die IG Metall kategorisch ab. Die Gewerkschaft drohte mit Streiks ab dem Jahresende.

Textgröße ändern: