Deutsche Tageszeitung - Zuversicht kehrt zurück - Baugewerbe sieht Stimmungsaufschwung

Zuversicht kehrt zurück - Baugewerbe sieht Stimmungsaufschwung


Zuversicht kehrt zurück - Baugewerbe sieht Stimmungsaufschwung
Zuversicht kehrt zurück - Baugewerbe sieht Stimmungsaufschwung / Foto: © AFP/Archiv

In der deutschen Baubranche hellt sich angesichts der staatlichen Infrastrukturinvestitionen die Stimmung auf. "Nach Jahren rückläufiger Zahlen kehrt in der Bauwirtschaft erstmals wieder Zuversicht zurück", erklärte der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Wolfgang Schubert-Raab, am Donnerstag in Berlin. Erwartet wird demnach in diesem Jahr ein Anstieg des Branchenumsatzes auf 168 Milliarden Euro, der dann 2026 auf 178 Milliarden Euro weiter zulegt.

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Im Jahr 2024 lag der Umsatz der Branche laut ZDB noch bei 163 Milliarden Euro. Impulse kommen demnach aktuell vor allem aus dem Tiefbau. Dieser werde durch das Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität zusätzlich gestärkt. Aber auch im Hochbau sei der Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt.

Eine Umfrage des Zentralverbands unter 1500 Betrieben ergab dem ZDB zufolge, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen (rund 56 Prozent) ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend bewerten. "Die Bauwirtschaft hat die Talsohle durchschritten", erklärte Schubert-Raab. "Besonders die Infrastrukturinvestitionen können unseren Betrieben wieder eine Perspektive geben."

Knapp 70 Prozent der Unternehmen erwarten laut der Umfrage in den kommenden Monaten eine stabile oder bessere Lage - im Vorjahr hatte dies nur gut die Hälfte angegeben. Diese Stabilisierung dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, "dass wir von 2021 bis 2024 einen realen Einbruch von 17 Prozent erlebt haben", erklärte der ZDB-Präsident. Deshalb seien neben Reformen insbesondere für einen Bürokratieabbau auch weiterhin langfristig verlässliche Investitionsimpulse nötig - "im Wohnungsbau wie in der Infrastruktur".

(M.Dylatov--DTZ)

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