Deutsche Tageszeitung - Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land

Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land


Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land
Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land / Foto: © AFP/Archiv

Die Unterschiede in der Altersstruktur der Bevölkerung zwischen Stadt und Land werden sich in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden wird das Verhältnis der älteren Bewohner zu Menschen im Erwerbsalter auf dem Land und in dünn besiedelten Kreisen ohne Zuwanderung auf einen Altenquotienten von rund 0,55 ansteigen.

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Bei der Berechnung des Altenquotienten wird die Zahl über 65-Jährigen ins Verhältnis zur Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren gesetzt. Ein Altenquotient von 0,5 bedeutet, dass auf zwei Menschen im Erwerbsalter ein Rentner kommt.

In Großstädten sieht die Lage anders aus. Selbst ohne Zuwanderung aus dem Ausland würde der Altenquotient in den Großstädten, die derzeit eine vergleichsweise junge Bevölkerung haben, den Berechnungen zufolge in den kommenden Jahrzehnten nur moderat ansteigen – von 0,31 im Jahr 2022 auf etwa 0,36 im Jahr 2070. Das bedeutet, dass dann auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter 36 im Rentenalter kommen.

Auch bei der Bevölkerungszahl ist dem BIB zufolge mit wachsenden regionalen Unterschieden zu rechnen. In den Großstädten ist von einem weiteren Wachstum auszugehen, insbesondere durch Zuwanderung aus dem Ausland. Hingegen zeigen die ländlichen und besonders die dünn besiedelten Kreise in den meisten Modellrechnungen eher Bevölkerungsverluste.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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