Deutsche Tageszeitung - Israel will Milliarden in eigene Rüstungsindustrie investieren

Israel will Milliarden in eigene Rüstungsindustrie investieren


Israel will Milliarden in eigene Rüstungsindustrie investieren
Israel will Milliarden in eigene Rüstungsindustrie investieren / Foto: © AFP/Archiv

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat milliardenschwere Investitionen in die landeseigene Rüstungsindustrie angekündigt. In den nächsten zehn Jahren würden 350 Milliarden Schekel (93,3, Milliarden Euro) in die Hand genommen werden, "um eine unabhängige Rüstungsindustrie für den Staat Israel aufzubauen", sagte Netanjahu am Mittwoch bei einer Armeezeremonie auf einem Luftstützpunkt im Süden des Landes. "Wir wollen unsere Abhängigkeit von anderen, selbst von Freunden, verringern", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Ein großer Teil der von der israelischen Armee genutzten Ausrüstung stammt aus den USA. Nach Angaben des US-Kongresses stellte Washington Israel im Jahr 2025 3,3 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro) an Militärhilfen und 500 Millionen Dollar für die Zusammenarbeit im Bereich der Raketenabwehr zur Verfügung.

Einige Länder stellten jedoch in den vergangenen zwei Jahren aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen ihre Waffenverkäufe an das Land ein oder verhängten Beschränkungen. Angesichts dessen hatte Netanjahu in der Vergangenheit bereits erklärt, Israel müsse bei der Verteidigung unabhängiger werden, um mögliche Lieferengpässe zu vermeiden.

In seiner Rede am Mittwoch betonte Netanjahu, ein Ausbau der Rüstungsindustrie werde die Sicherheit Israels erhöhen. "Frieden wird mit den Starken geschlossen, nicht mit den Schwachen", sagte er.

Im Jahr 2026 wird Israel laut Regierungsangaben etwa 16 Prozent seines Staatsbudgets für Verteidigung aufwenden, was rund 35 Milliarden Dollar entspricht. Vor dem Gaza-Krieg belief sich Israels Verteidigungsetat auf rund 20,4 Milliarden Dollar.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Forscher: Tausende OpenAI-KI-Agenten kapern deutsche Website

Tausende autonome KI-Agenten des US-Technologieunternehmens OpenAI haben einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge eigenmächtig eine deutsche Programmierer-Website gekapert. Auf der frei bearbeitbaren Plattform DSEwiki hinterließen sie demnach rund 18.000 Beiträge, in denen sie Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren austauschten.

US-Arbeitsmarkt im August robuster: Trump droht Notenbank Fed

Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich im August robuster erwiesen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im vergangenen Monat um 162.000, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Präsident Donald Trump nannte die Zahlen "großartig" und erhöhte zugleich den Druck auf die Zentralbank Fed, den Leitzins zu senken.

Ohne Lenkrad und Pedale: US-Verkehrsbehörde nimmt Teslas Robotaxi unter die Lupe

Das selbstfahrende Cybercab von Tesla hat die US-Verkehrsbehörde auf den Plan gerufen. Die Nationale Behörde für Straßen- und Verkehrssicherheit (NHTSA) äußerte zum Start des Robotaxi-Angebots am Freitag Zweifel, dass ein Auto ohne Lenkrad, Pedale und Spiegel die bundesweiten Vorschriften erfüllt. Tesla hatte sein Cybercab wie in den USA üblich selbst zertifiziert.

Textgröße ändern: