Deutsche Tageszeitung - Menge an versteuerten Zigaretten 2025 ähnlich hoch wie im Vorjahr

Menge an versteuerten Zigaretten 2025 ähnlich hoch wie im Vorjahr


Menge an versteuerten Zigaretten 2025 ähnlich hoch wie im Vorjahr
Menge an versteuerten Zigaretten 2025 ähnlich hoch wie im Vorjahr / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland sind 2025 etwa ebenso viele Tabakwaren versteuert worden wie 2024. Das zeigen vorläufige Zahlen, die der Branchenverband BVTE, der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse, am Freitag in Berlin veröffentlichte. Bis Ende November wurden demnach 62,6 Milliarden Zigaretten versteuert. Der BVTE erwartet, dass der Tabakabsatz für 2025 etwa 66 Milliarden Stück betragen wird, ähnlich wie 2024.

Textgröße ändern:

Im vergangenen Jahr war die Menge an versteuerten Zigaretten in Deutschland erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden 2024 insgesamt 66,2 Milliarden Zigaretten versteuert. Das waren 3,5 Prozent mehr als 2023.

In diesem Jahr war auch der Absatz von Feinschnitt mit 23.635 Tonnen praktisch unverändert, wie der BVTE weiter mitteilte. Dagegen seien deutlich mehr Steuerzeichen für E-Zigaretten-Liquids bezogen worden. Das liege an der bevorstehenden Steuererhöhung zum Jahreswechsel. Es seien mehr als 22 Prozent zusätzliche Mengen bestellt worden.

Die Zahlen erlaubten aber keine Rückschlüsse auf einen steigenden Tabakkonsum, führte der Verband aus. Der Zigarettenkonsum in Deutschland habe sich in den vergangenen 25 Jahren halbiert und bleibe rückläufig. "Der höhere Steuerzeichenbezug ist ausschließlich ein Effekt der Produktionsplanung vor der kommenden Steuerstufe", erklärte Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Commerzbank bekräftigt Ablehnung von Übernahme durch Unicredit

Die Frankfurter Commerzbank hat ihre Ablehung der von der italienischen Unicredit angestrebten Übernahme bekräftigt. Das Angebot der italienischen Großbank biete "kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial" für die Commerzbank-Aktionäre, erklärte das deutsche Institut am Dienstag. Ein Großteil der von der Unicredit skizzierten Potenziale könne die Commerzbank auch eigenständig erwirtschaften - ohne das Risiko einer Zusammenlegung.

Hohe Preise: Verbrauch von Fruchtsaft sinkt - Gemüsesaft legt zu

Im vergangenen Jahr ist in Deutschland weniger Fruchtsaft getrunken worden. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fruchtsäften und Nektaren ging um sechs Prozent auf gut 20 Liter pro Person zurück, wie der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie (VdF) am Dienstag mitteilte. Der Verband führt dies auf die gestiegenen Preise etwa für Orangensaft zurück.

Klingbeil plant Milliarden-Entlastung von Ländern und Kommunen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant Milliarden-Entlastungen für Länder und Kommunen. Die finanzielle Unterstützung der Länder im Umfang von etwa einer Milliarde Euro jährlich bis 2029 soll die klammen Städte und Gemeinden besser aufstellen, wie aus einem Gesetzentwurf vorgeht, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Die Vorlage aus dem Finanzministerium wird derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und soll in Kürze dem Kabinett vorgelegt werden.

CDU-Politiker Müller: Staat kann Ölpreisschock nicht vollständig ausgleichen

Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) dämpft Erwartungen an umfassende staatliche Entlastungen für Autofahrerinnen und -fahrer wegen der Spritpreiskrise. "Jetzt braucht es Ehrlichkeit statt leerer Versprechungen", sagte Müller am Dienstag der "Welt". "Den Preisschock können wir nicht vollständig aus Steuermitteln ausgleichen." Solange die Krise in der Straße von Hormus anhalte, blieben die Energiepreise hoch.

Textgröße ändern: