Deutsche Tageszeitung - Preisunterschied zwischen E-Auto und Verbrenner weiter gesunken

Preisunterschied zwischen E-Auto und Verbrenner weiter gesunken


Preisunterschied zwischen E-Auto und Verbrenner weiter gesunken
Preisunterschied zwischen E-Auto und Verbrenner weiter gesunken / Foto: © AFP/Archiv

Neue Autos mit Verbrennermotor kosten mittlerweile annähernd so viel wie neue E-Autos. Im Dezember lag der Preisabstand nach Untersuchungen des Center Automotive Research (CAR) aus Bochum noch bei lediglich 1340 Euro. Im Gesamtjahr 2024 waren neue E-Autos im Schnitt noch mehr als 7300 Euro teurer gewesen als Verbrenner.

Textgröße ändern:

Die Autoexperten vergleichen monatlich die Entwicklung der Transaktionspreise der 20 beliebtesten E-Automodelle mit den 20 Top-Verbrennern. Die Preise für Stromer gingen demnach kontinuierlich zurück, von 38.488 Euro im Januar auf zuletzt noch 34.458 Euro. Der Durchschnittspreis für einen neuen Verbrenner hingegen stieg bis Februar deutlich an, auf gut 33.000 Euro und blieb im restlichen Jahresverlauf in etwa auf diesem Niveau.

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer verwies auf zugleich deutlich gestiegene Marktanteile von E-Autos. "Ohne staatliche Subventionen hat das Elektroauto im Jahr 2025 seinen Weg gemacht und der wichtigste Punkt bei der Entwicklung war der Aufpreis des Elektroautos gegenüber dem Verbrenner", erklärte er. "Wir laufen auf Preisgleichheit hinaus."

Angesichts dieser Entwicklung sollte es keine neuen Subventionen für E-Autos geben, fordert der Autoexperte. "Staatliche Verkaufsprämien, so wie von der Bundesregierung geplant, werden damit zu 100 Prozent in Mitnahme-Effekten enden."

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Commerzbank bekräftigt Ablehnung von Übernahme durch Unicredit

Die Frankfurter Commerzbank hat ihre Ablehung der von der italienischen Unicredit angestrebten Übernahme bekräftigt. Das Angebot der italienischen Großbank biete "kein ausreichendes Wertschöpfungspotenzial" für die Commerzbank-Aktionäre, erklärte das deutsche Institut am Dienstag. Ein Großteil der von der Unicredit skizzierten Potenziale könne die Commerzbank auch eigenständig erwirtschaften - ohne das Risiko einer Zusammenlegung.

Hohe Preise: Verbrauch von Fruchtsaft sinkt - Gemüsesaft legt zu

Im vergangenen Jahr ist in Deutschland weniger Fruchtsaft getrunken worden. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fruchtsäften und Nektaren ging um sechs Prozent auf gut 20 Liter pro Person zurück, wie der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie (VdF) am Dienstag mitteilte. Der Verband führt dies auf die gestiegenen Preise etwa für Orangensaft zurück.

Klingbeil plant Milliarden-Entlastung von Ländern und Kommunen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant Milliarden-Entlastungen für Länder und Kommunen. Die finanzielle Unterstützung der Länder im Umfang von etwa einer Milliarde Euro jährlich bis 2029 soll die klammen Städte und Gemeinden besser aufstellen, wie aus einem Gesetzentwurf vorgeht, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Die Vorlage aus dem Finanzministerium wird derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und soll in Kürze dem Kabinett vorgelegt werden.

CDU-Politiker Müller: Staat kann Ölpreisschock nicht vollständig ausgleichen

Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) dämpft Erwartungen an umfassende staatliche Entlastungen für Autofahrerinnen und -fahrer wegen der Spritpreiskrise. "Jetzt braucht es Ehrlichkeit statt leerer Versprechungen", sagte Müller am Dienstag der "Welt". "Den Preisschock können wir nicht vollständig aus Steuermitteln ausgleichen." Solange die Krise in der Straße von Hormus anhalte, blieben die Energiepreise hoch.

Textgröße ändern: